Branchenmeldungen 02.10.2026
Wo steht die Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens 2026?
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Für die inzwischen sechste Ausgabe wurden im Mai 2026 insgesamt 5.057 Einrichtungen und Organisationen des Gesundheitswesens befragt, darunter 501 Zahnarztpraxen und Zahn-MVZ. Mehr als zwei Drittel der befragten Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Krankenhäuser geben an, dass sich der Austausch von Gesundheitsdaten durch die Telematikinfrastruktur verbessert hat. In drei Vierteln der Einrichtungen gehören TI-Anwendungen mittlerweile zur Routine.
Vernetzung gewinnt, Erwartungen steigen
Den größten Nutzen versprechen sich die Befragten vom besseren Zusammenspiel der Versorgungsbeteiligten. 82 Prozent sehen darin das größte Potenzial der TI. Auch die Hoffnung auf einfachere Abläufe wächst. Bei Praxen, Apotheken und Krankenhäusern ist die Zustimmung zur erwarteten Arbeitserleichterung gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 Prozentpunkte gestiegen.
Für Zahnarztpraxen rückt dabei der elektronische Medikationsplan besonders in den Fokus. Mehr als die Hälfte bewertet ihn als wichtigstes Digitalisierungsvorhaben. Bei der ePA steht zudem eine bessere Auffindbarkeit von Informationen auf der Wunschliste. Rund 90 Prozent der befragten Leistungserbringer wünschen sich eine Volltextsuche.
Was bereits hilft und was noch kommen soll
Die Ergebnisse zeichnen damit ein zunehmend positives Bild der Digitalisierung. Allerdings beschreiben sie sowohl Erfahrungen aus dem Alltag als auch Erwartungen an künftige Verbesserungen. Dass mehr Einrichtungen einen Nutzen sehen, ist ein relevantes Signal. Ein Nachweis für eine flächendeckend bessere Versorgung lässt sich aus den Befragungsdaten allein jedoch nicht ableiten.
Weitere Einblicke in die Ergebnisse der TI-Atlas-Studie 2026 gibt es hier kompakt aufbereitet.