Wissenschaft und Forschung 27.10.2026

Cranberrysaft macht Plaquebakterien das Leben schwer



Die Cranberry bringt Farbe ins Müsli und eine herbe Note ins Glas. Doch die kleine rote Beere aus Nordamerika hat mehr zu bieten als Geschmack. Neben Vitamin C enthält sie sekundäre Pflanzenstoffe, darunter sogenannte Proanthocyanidine. Für die Zahnmedizin ist vor allem interessant, wie diese die Bakterien im Zahnbelag beeinflussen. Ein Team um Christine Wu von der University of Illinois Chicago untersuchte deshalb, was handelsüblicher Cranberrysaft bei ihnen bewirkt.

Cranberrysaft macht Plaquebakterien das Leben schwer

Foto: Africa Studio – stock.adobe.com

Dabei war Cranberry nicht gleich Cranberry. In der in Scientific Reports veröffentlichten Untersuchung mit acht Erwachsenen und 14 Kindern verglich das Team drei Getränke. Neben ungesüßtem, reinem Cranberrysaft mit 100 Prozent Fruchtanteil standen ein Cranberrysaftcocktail mit 27 Prozent Saftanteil und Zuckerzusatz sowie Wasser auf dem Prüfstand. Die Teilnehmer spülten ihren Mund dreimal mit jeweils zehn Millilitern des jeweiligen Getränks und schluckten es anschließend. Was der kurze Kontakt bewirkte, zeigten Plaqueproben, die vor dem Trinken und 30 Minuten danach entnommen wurden. Nach dem reinen Saft wuchsen die Bakterien in der anschließenden Laborkultur langsamer und produzierten weniger Säure. Ihr erneutes Wachstum fiel gegenüber den Ausgangsproben bei Erwachsenen rund 44 Prozent geringer aus, bei Kindern rund 33 Prozent. Beim gesüßten Cranberrygetränk und bei Wasser blieb eine statistisch signifikante Hemmung aus.

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