Businessnews 21.02.2011
Implantate mit geprüfter Qualität
Zunehmend werden für Implantate Zulassungen bzw. Prüfprotokolle gefordert. Mittels eines von Dipl.-Ing. Philipp Rausch und Dipl.-Ing. Dieter Munkes/Bingen entwickelten speziellen Prüfgerätes werden Implantate im Hinblick auf Materialqualität und Fertigungstoleranzen geprüft.
Die DIN EN ISO 14801 beschreibt die Prüfung von Dentalimplantaten hinsichtlich Ermüdungserscheinung unter Wechselbeanspruchung. Mit dem von Dipl.-Ing. Philipp Rausch entwickelten speziellen Prüfgerät, können diese Untersuchungen relativ einfach und kostengünstig realisiert werden. Grundsätzlich geht es dabei um die Qualität von Implantaten, die nicht nur in der Entwicklungsphase, sondern auch in der späteren Produktion durch chargenweise/stichprobenartige ISO 14801-Prüfungen zu sichern ist.
Dies bedeutet insbesondere die Sicherheit im Rahmen der Dauerbelastung von Implantat, Verbindung und Aufbau. Ging man in der Anfangszeit von einer Implantat-Lebensdauer von ca. zehn bis fünfzehn Jahren aus, so werden heute noch längere Liegezeiten angepeilt. Dies erfordert neben den rein klinischen Aspekten natürlich auch eine deutlich verbesserte sowie permanente Qualitätsprüfung der gefertigten Implantate, um Materialqualitäten und Fertigungstoleranzen auf hohem Niveau zu halten. Gängige Praxis ist es jedoch, nach einer ISO 14801-Prüfung in der Entwicklungsphase ein Implantat in hohen Stückzahlen zu fertigen, ohne eine produktionsbegleitende ISO 14801-Prüfung – ideal wäre eine produktionsnahe, chargenweise Prüfung.
Mit dem von Dipl.-Ing. Rausch und Dipl.-Ing. Munkes entwickelten speziellen Prüfgerät mit der Bezeichnung DORA 14801 ist diese produktionsnahe Prüfung jetzt möglich. Geprüft werden die Implantate unter Druck- und Wechsel-Last.
Die Vorteile der „14801“:
- Speziell entwickelt/zugeschnitten auf ISO 14801-Prüfung
- Preis 1/3 bis 1/10 unten denen der am Markt befindlichen Maschinen
- Durch die geringe Leistungsaufnahme reicht ein 230 V-Anschluss
- Sehr geringe Geräuschentwicklung
- Messungen im Wasserbad optional möglich
- sehr geringer Platzbedarf
- Hochporöser speziell auf Dauerfestigkeit ausgelegter Kraftsensor
- Wegemess-Sensor kann bis in den Newtonmeter-Bereich auflösen
- Elektrodynamischer Antrieb mit einem Leistungsbedarf von maximal 100 Watt
- Kräfte dynamisch bis zu 15 Hz, bis zu 1.000 N
- Kräfte statisch bis über 1.500 N
Ein Muss für jeden Implantat-Hersteller, Prüflabore und Universitäten.
Quelle: Argon