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Implantologie | Chirurgie zur Übersicht

Chirurgie 03.05.2012

Revolution für die Praxis

Ein Implantatsystem sollte ausgereift, chirurgisch und prothetisch anwendungsfreundlich, von hoher Qualität und zusätzlich noch für die Patienten bezahlbar sein. Hierfür steht den qualitätsorientierten Implantologen und Prothetikern ein seit der IDS 2011 auf dem Implantologie-Markt eingeführtes System zur Verfügung, das im Folgenden genauer vorgestellt werden soll.

Zweiteilige, zumeist aus Titan Grad 4 bestehende Implantate sollten nicht mit mehr als 30Ncm inseriert werden, da sonst die Gefahr besteht, dass sowohl die Außenwand als auch das Innengewinde der Implantate beschädigt werden.

Das „Märchen einer Knochennekrose“ bei intaktem ­Periost ist wissenschaftlich bei 40 bis 60Ncm Insertionskraft schon lange nicht mehr aufrechtzuerhalten. Bei einer Insertion von mehr als 30Ncm sind Abutmentlockerungen in der prothetischen Phase bei fast allen Systemen auch nicht durch den Einsatz der neuen Titan Grad 5-Halteschrauben zu vermeiden, wenn die Implantat-Innengewinde durch diverse Manipulationen bereits malträtiert wurden. Dieser gordische Knoten wurde bauartbedingt und bisher einzigartig durch die Champions (R)Evolutions® Implantate gelöst: Man kann sie durch den ‚„Shuttle“ mit bis zu 70Ncm inserieren, ohne dass die Außenwand des Implantats deformiert und das Innengewinde des (weichen) Titan Grad 4 beschädigt wird.

Die eigentliche Innovation dieses Implantatsystems ist demnach der sog. „Shuttle“, der steril und mikrodicht ab Werk auf dem 9,5° Innenkonus-Implantat (Fa. Champions Implants) nur mit 10Ncm aufgeschraubt ist. Dieser bringt das Implantat unbeschädigt in den Knochen. In den meisten Fällen mit einer Gingivahöhe von mindestens zwei Millimeter belässt man den „Shuttle“ für mindestens acht Wochen auf dem Implantat. Durch die Mikrodichtigkeit verläuft die Osseo-Remodelling-Phase nach Implantation absolut ungestört. Weder Speichel noch Blut sind, wie bei der klassischen Verfahrenstechnik möglich, im Implantat nachweisbar. Auf den bakteriendichten Shuttle kann direkt nach der Implantation fakultativ als Gingivaformer ein in sechs Formen und Höhen erhältliches „Gingiva-Clix“ (WIN!®, Fa. Champions Implants) aufgesteckt werden.
Gerade bei den rein transgingival inserierten (R)Evolutions® Implantaten, die ähnlich der Einteiligen blutungsfrei eingebracht werden, ist dies sehr beeindruckend für die Patienten.

Dass die GOZ-2012 den (R)Evolutions® Implantaten vollends „in die Karten“ spielte, mag Zufall sein, ist dennoch nicht außer Acht zu lassen. Durch Wegfall vieler GOZ-Ziffern für nicht zwingend benötigte Handgriffe kann nun das gleiche Honorar abgerechnet werden wie bei „klassischen“ Implantatinsertionen. Wer kennt als erfahrener Implantologe und Prothetiker auch folgende Problemstellung nicht: Viele Patienten können sich, allein schon aufgrund der hohen Materialkosten, keine implantatgetragenen Arbeiten leisten. Von daher ist es auch zu erklären, dass von täglich allein in Deutschland durchgeführten 40.000 Zahnersatz-Beratungen letztendlich nur ca. 1.200 als Implantatgetragene ZEs durchgeführt werden. Gerade in den nicht nur chirurgisch orientierten Praxen fehlt häufig auch die notwendige Motivation, allen Patienten die oftmals bessere implantatgetragene Variante vorstellen zu wollen. Zu viele Patientenabsagen aufgrund der hohen Gesamtkosten tun dann ihr Übriges.

Mit dem hier beschriebenen Implantatsystem wurde von Anfang an ein anderer Weg eingeschlagen: Es sind Implantate, die sowohl für uns Anwender als auch für die Patienten entwickelt und produziert wurden. Sie werden gleich ab Werk, d.h. ohne Zwischenhändler oder Außendienst, vertrieben, ohne an Qualität gegenüber preisintensiveren Systemen einzubüßen. Die betreffenden Implantate sind Zirkon gestrahlt und geätzt. In einer großen Oberflächenstudie 2011 attestierte die Universität Köln diesen eine der saubersten und besten Oberflächen.

Allen Innovationen und Qualitätskriterien zum Trotz, verwirklichten wir die Vision, darüber hinaus auch ein zweiteiliges, hochwertiges Implantat inklusive Abutment und zahnärztlichem Zubehör anzubieten, das die Gesamtkosten für den Patienten minimiert, ohne am ­eigenen Honorar Abstriche machen zu müssen.
Zusammenfassung

Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, keine Investitionskosten für Systemumsteiger in deutschsprachigen Ländern, leichtes chirurgisches und prothetisches Handling, ein internationales Online-Forum und die hohe Qualität der Produkte beeindrucken ebenso wie die innovativen Features, die dieses deutsche System einzigartig machen. Zudem können die Champions® Implantate sowohl klassisch, d. h. mit Periostbeteiligung, Lappenbildungen und Aufklappungen, als auch mit der minimalinvasiven Methodik, d. h. für den Patienten quasi blutungsfrei nach der „Schlüssel-Loch-Chirurgie“, eingesetzt werden und decken somit alle Implantationsindikationen ab.

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Abb. 1: Das übersichtliche OP- und Prothetik-Tray wird Umsteigern und Interessierten leihweise kostenlos zur Verfügung gestellt sowie Implantate für die ersten beiden OPs auf Kommission.