Branchenmeldungen 17.02.2010

Auf Augenhöhe – der mündige Patient

Auf Augenhöhe – der mündige Patient

Foto: © Shutterstock.com

Der Patient muss in der Zahnheilkunde nicht nur immer mehr selbst bezahlen – auch weil die Politik, Funktionäre von Kassen und Zahnärzten das so wollen – sondern Fakt ist auch, dass mehr Mitbestimmung des Patienten im Versorgungsprozess den Erfolg der Therapien, denken wir an die Paro oder Implantologie, befördern. So ist er sozusagen in aller Munde, der "mündige Patient".

Der „mündige Patient“ ist also sicher mehr als der klassische Allgemeinplatz jeder Diskussion über Medizin, Gesellschaft und Gesundheitswesen. Mit Mündigkeit ist Verantwortung verbunden, die dem Patienten übertragen werden muss und die er zu übernehmen hat. Selbstverantwortung des Patienten ist kein Phantom mehr, sondern Resultat vieler gesellschaftlicher Entwicklungen. Der Zahnarzt hat die „Halbgott in Weiß-Rolle“ längst verlassen, der Patient ist besser informiert, fragt selbstbewusst nach, lässt Therapien nicht passiv über sich ergehen, schon gar nicht, wenn er sie selbst zu bezahlen hat. Zahnarzt und Patient begegnen sich dabei auf Augenhöhe, müssen aufeinander zugehen, die Therapie zu einem „kreativen Ereignis“ machen.

Gerade die vielbeklagte Ökonomisierung unseres Gesundheitswesens, die den Zahnarzt zum Dienstleister und den Patienten zum Kunden macht, öffnet dem Patienten erst den Weg in die Mündigkeit, in die Selbstbestimmung.

Die Patienten sind zwar besser, aber vielfach, besonders aus den Medien wie dem Internet, auch viel häufiger falsch informiert. Das kann leicht das notwendige Vertrauen zwischen Zahnarzt und Patient stören und damit den Therapieerfolg schmälern. Patienten vertrauen also nicht mehr blind, immer mehr muss dafür durch Kommunikation auf Augenhöhe vom Zahnarzt geleistet werden,

toi, toi, toi
Ihr J. Pischel

22.02.2010


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