Branchenmeldungen 21.09.2020

Früh übt sich: Prophylaxe bei Kindern und Jugendlichen

Früh übt sich: Prophylaxe bei Kindern und Jugendlichen

Schon Kleinkinder können an Karies erkranken. Denn: Der Zahnschmelz und das Zahnbein sind bei Milchzähnen dünner und weniger mineralisiert, was sie anfälliger für die Entstehung von Karies macht. Möglichst früh sollten Kinder daher lernen, regelmäßige Zahnarztbesuche und adäquate häusliche Mundhygiene-Maßnahmen sowie die tägliche 3-fach-Prophylaxe als Selbstverständlichkeit zu betrachten.

Der Grundstein für den möglichst lebenslangen Erhalt der eigenen Zähne wird bereits im Kindes- und Jugendalter gelegt. Daten aus Zahn- und Mundgesundheitsstudien der letzten Jahre zeigen, dass das Risiko für unzureichende Prophylaxemaßnahmen mit steigendem Alter der Kinder zunimmt. Um dem entgegenzuwirken, muss bei den Jüngsten das bestmögliche Fundament gelegt werden. Eltern dürfen sich nicht zu früh bzw. zu stark aus ihrer Verantwortung ziehen und Kinder und Jugendliche ebenso wie ihre Eltern müssen zielgruppengerecht informiert werden. Das in jungen Jahren angeeignete Zahnputzverhalten erweist sich laut Studien als relativ stabil und wird in der der Regel im Erwachsenenalter fortgeführt.1

Mit den Kleinsten kommunizieren

Je jünger die Patienten sind, desto wichtiger wird die nonverbale Kommunikation. Zu den Ausdrucksmöglichkeiten gehören hierbei Gesichtsausdruck, Gestik, Körperhaltung und -bewegung, Tonfall, Berührung und Haptik.2 Dr. Ulrike Uhlmann, Autorin von „Kinderzahnheilkunde – Grundlagen für die tägliche Praxis“, stellt fest: „Das allerwichtigste ist Verhaltensführung. Mir nutzt das ganze Wissen nichts und mir nutzen auch die ganzen Materialien nichts, wenn das Kind vor mir sitzt und den Mund nicht aufmacht.“3 Neben Techniken der verbalen und nonverbalen Kommunikation helfen klassische Elemente der Verhaltensführung wie Desensibilisierung, „Tell – Show – Do“, strukturierte Abzählzeiten etc. dabei, die Behandlungsschritte bei (Klein-)Kindern optimal vorzubereiten, zu begleiten und zu unterstützen.4

Weiter betont Uhlmann: „Es ist genauso wichtig sich mit den Fragen der Eltern zu beschäftigen“ – auch wenn die dem Fachmann manchmal lapidar erscheinen mögen. Nur, wenn Eltern sich in der zahnärztlichen Praxis ernst genommen und gut beraten fühlen, holen sie sich keine Tipps bei fachfremden Bloggern oder Instagram-Mamas, sondern nehmen den Kieferorthopäden und/oder den Zahnarzt als erste Instanz rund um alle Fragen zur Mundgesundheit an und damit auch seine Tipps zur Vorbeugung frühkindlicher Karies. Durch frühe positive Erfahrungen beim Zahnarzt und später beim Kieferorthopäden wird zudem der Entstehung von Ängsten und Bedenken entgegengewirkt und eine solide Vertrauensbasis geschaffen. Nicht zu unterschätzen: Das Vorleben einer gesunden Lebensweise und Zahnpflege durch die Eltern ist nicht nur im Kindes-, sondern auch noch im Jugendalter ein effektiver Motivator.

3 Richtige für die Zahn- und Mundgesundheit

Ob für die Kleinsten, mittelgroßen oder großen Patienten, nachstehende Empfehlungen bilden die zentralen Säulen für den Erhalt der Zahn- und Mundgesundheit und sollten möglichst früh vermittelt werden:

Zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen auf Zahn­, Mund­ und Kieferkrankheiten

  • Kinder bis 6 Jahre mindestens 1x jährlich, Kinder und Jugendliche ab 6 bis 18 Jahren mindestens zweimal jährlich5

3-fach-Prohylaxe zuhause

  • Zähneputzen (erste Milchzähne 1x täglich, ab 2 Jahren 2x täglich) mit fluoridhaltiger Kinderzahnpasta, nach Durchbruch der ersten bleibenden Zähne 2x täglich mit fluoridhaltiger Erwachsenenzahnpasta
  • Interdentalraumpflege (Bürstchen und / oder Zahnseide)
  • Mundspülungen mit antibakterieller Wirkung (das Listerine Sortiment umfasst alkoholhaltige und alkoholfreie Varianten. Für Kinder ab 6 Jahren geeignet sind die Varianten Listerine Cool Mint Milder Geschmack und Listerine Fresh Ginger & Lime Milder Geschmack)

Zahngesunde Ernährung

  • Wasser als Hauptgetränk
  • Ausgewogene Ernährung
  • Zucker- und Säuregehalt von Lebensmitteln und Getränken beachten. Auf süße Zwischenmahlzeiten wie Kekse, Schokolade oder Bonbons und zuckerhaltige Getränke sollte möglichst verzichtet werden
  • Ausreichend lange Pausen zwischen den Mahlzeiten

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1 Tolvanen M, Lahti S, Poutanen R et al. Children's oral health­related behaviors: individual stability and stage transitions. Community Dent Oral Epidemiol 2010; 38(5): 445­452.

2 Lackner A., Bekes K. „Tell – Show – Do“: Kommunikation in der Kinderzahnheilkunde. ZWP 2017; 6: 38-40.

3 Marschall M. Kinder in der Praxis – Tipps für den Alltag“; Interview mit Dr. Ulrike Uhlmann; unter: https://www.quintessenz-news.de/live-interview-kinder-in-der-praxis-tipps-fuer-den-alltag/ (abgerufen am 05.06.2020)

4 Lackner A., Bekes K. „Tell – Show – Do“: Kommunikation in der Kinderzahnheilkunde. ZWP 2017; 6: 38-40.

5 Welche Zahnvorsorge zahlt die Krankenkasse? https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/krankenversicherung/welche-zahnvorsorge-zahlt-die-krankenkasse-12913 (abgerufen am 28.06.2020)

Quelle: Johnson & Johnson

Foto Teaserbild: Johnson & Johnson

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