Branchenmeldungen 12.08.2026
FVDZ Bayern setzt klare Signale für die Zukunft des ZFA-Berufs
Die Herausforderungen sind bekannt – der Wettbewerb um den Nachwuchs wächst, die Anforderungen in den Praxen steigen, und gleichzeitig müssen bestehende Fachkräfte langfristig gehalten werden.
Der Landesverband definiert klare Ziele: Maßnahmen sollen ergriffen werden, um die hohen Zahlen an Berufseinsteigern in Bayern zu sichern und gleichzeitig den Verbleib sowie den Wiedereinstieg in den Beruf zu stärken. Der FVDZ Bayern will in Verantwortung in der BLZK die Zahnärztlichen Bezirksverbände noch stärker einbeziehen, um regionale Expertise und Nähe zu den Praxen optimal zu nutzen.
Ein zentraler Baustein ist der Quereinsteigerkurs, der den Einstieg oder Wiedereinstieg in die Zahnarztpraxen erleichtert und die Teams spürbar entlasten soll. Er öffnet Türen für Menschen, die neu in die Zahnmedizin kommen oder nach einer Pause zurückkehren möchten – ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung.
Um die duale Ausbildung zur ZFA weiter zu stärken, fordert der FVDZ Bayern eine Optimierung und Vereinheitlichung der Verwaltungsprozesse. Dazu gehört der Aufbau einer funktionierenden einheitlichen IT‑Infrastruktur, die Abläufe vereinfachen und die Zusammenarbeit zwischen Praxen, Berufsschulen und Bezirksverbänden effizienter gestalten soll. Die IT-Modernisierung ist zwar bereits im Gange, dauert nach Ansicht des FVDZ Bayern jedoch deutlich zu lange, um darin einen Modernisierungsschub zu erkennen. Für den Landesverband sind die strukturellen Voraussetzungen essenziell für das Schaffen einer zukunftsfähigen Ausbildung.
Der FVDZ Bayern setzt dabei auf engagierte Zahnärztinnen, Zahnärzte und ZFAs, die den Beruf mit Leidenschaft präsentieren, Fragen beantworten und die vielfältigen Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen. Diese persönliche Ansprache wirkt: Sie schafft Vertrauen, macht neugierig und zeigt, wie modern und zukunftssicher der Beruf der ZFA ist.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Präsenz bei Ausbildungsmessen, in Schulen und bei Infoveranstaltungen. Sie sind zentrale Plattformen, um den Beruf der ZFA authentisch und attraktiv darzustellen. Junge Menschen wollen Berufe erleben – und genau das ermöglichen diese Veranstaltungen. In Niederbayern nutzen Dr. Guido Süllner aus Bogen mit Kolleginnen und Kollegen gemeinsam den Weg über Social Media-Kampagnen, um für den ZFA-Beruf wieder mehr Interesse zu wecken bei den Schülern.
Neben der Nachwuchsgewinnung ist das Halten von Fachkräften ein wichtiger Faktor. Attraktive Arbeitsbedingungen, klare Entwicklungsperspektiven und eine wertschätzende Praxiskultur sind entscheidend dafür, dass ZFAs langfristig im Beruf bleiben.
Der FVDZ Bayern will die Praxen dabei unterstützen, diese Rahmenbedingungen sichtbar zu machen und weiterzuentwickeln – denn nur mit starken Teams bleibt die zahnmedizinische Versorgung in Bayern auf gewohnt hohem Niveau.