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Branchenmeldungen 14.08.2018

Langzeitaufgabe Parodontitis-Therapie: IDS 2019 bietet Unterstützung

Langzeitaufgabe Parodontitis-Therapie: IDS 2019 bietet Unterstützung

Scaling and Root-planing – antimikrobielle Wirkstoffe – Mikrobiologie für die Diagnostik – berührungsfreie Laserschnitte – ein Schwerpunktthema der IDS 2019

In der Zahnmedizin geht es darum, Patienten einen möglichst langfristigen Erhalt natürlicher Zähne in einem gesunden, funktionellen, ästhetisch akzeptablen und schmerzfreien Zustand zu sichern. Die Parodontologie schafft wesentliche Voraussetzungen dafür durch die Aufrechterhaltung integrer Strukturen des Zahnhalteapparats. Der schärfste Widersacher heißt: Parodontitis. Wie lässt sie sich verhindern, stoppen, zurückdrängen? Praxisgerechte Antworten findet der Besucher auf der Internationalen Dental-Schau (IDS), 12. bis 16. März 2019 in Köln.

Die Messehallen bieten bewährte ebenso wie innovative Verfahren zur Parodontitistherapie und -prophylaxe. Als wesentlich für den Langzeiterfolg gilt die regelmäßige Nachsorge (UPT, Recall). Dabei kontrolliert und verbessert der Zahnarzt die Mundhygiene, misst regelmäßig die Sondierungstiefen und instrumentiert gegebenenfalls die Taschen nach. Die IDS zeigt das gesamte Instrumentarium auf dem neusten Stand. Dazu gehören Parodontalsonden aus unterschiedlichen Werkstoffen (z.B. Kunststoff, Karbon, Titan). Darunter finden sich auch druckkalibrierte Varianten, damit die Belastungsgrenze (= 20 Gramm) nicht überschritten wird. Für das klassische Scaling and Root-planing stehen Handinstrumente, Ultraschall- und Pulverstrahlsysteme zur Verfügung – insbesondere spezielle ergonomische Ausführungen. Das ist therapiegerecht, denn gerade in der Parodontitisbehandlung kommt es ja auf ein marathongleiches Durchhaltevermögen an.

Lohnen sollte ein Blick auf zierliche Ansätze, die ihre Stärken in der subgingivalen Instrumentierung ausspielen, auf niedrigabrasive Pulver für die Reinstrumentierung – und auch auf aktuelle Softwareangebote. Sie können gegebenenfalls schon vollständige Parodontalstaten mit Sondierungstiefen und Attachmentverlusten an bis zu sechs Stellen pro Zahn sowie eine Furkationsbeteiligung, differenziert nach Graden, und darüber hinaus Veränderungen über die Zeit dokumentieren. Eine Schnittstelle zur regelmäßigen Einbestellung von Patienten stellt eine enge Verbindung von Biolfilm- und Recall-Management her. Denn „Termine einhalten“ und „konsequent dranbleiben“ – das ist der Schlüssel zum Erfolg in der Parodontologie.

Darüber hinaus lassen sich auf der IDS auch alle Möglichkeiten für die adjuvante Therapie begutachten, zum Beispiel lasergestützte Verfahren (z.B. photodynamische Therapie) und Immunmodulation (z.B. Probiotikagabe) sowie die Anwendung antimikrobieller Wirkstoffe (z.B. Chlorhexidin, Antibiotika). Über die minimalinvasiven Methoden hinaus sind selbstverständlich auch chirurgische Eingriffe (Lappen-OP, Weichgewebstransplantate) von Interesse. Je nach Fall lassen sie sich nicht umgehen und erfordern dann ein spezielles Instrumentarium, zu dem heute auch Laser für Schnitte mit geringem Trauma gehören können (z.B. 445-Nanometer-Diodenlaser).

Zur besseren Einschätzung des Entzündungsgeschehens in den befallenen Parodontaltaschen können die Besucher der IDS die ausgestellten Bakterien- und DNA-Tests in Augenschein nehmen, unter anderem Markerkeimtests [z.B. auf Porphyromonas gingivalis (PG), Tannerella forsythia (TF) und Treponema denticola (TD) aus dem Roten Komplex] sowie auf Aggregatibacter actinomycetemcomitans (AA) – zum Teil als Chairside-Verfahren. Darüber hinaus können für eine genaue Prognose und Behandlungsplanung das genetisch bedingte Parodontitis-Risiko bestimmt (Interleukin-1β-Polymorphismus-Test) oder Gewebedestruktionsprozesse bewertet (z.B. Test auf aktive Matrixmetalloproteinase-8 [aMMP-8] in der Sulkusflüssigkeit) werden.

„Die kommende IDS bietet von den diagnostischen Verfahren über die unterstützende Parodontaltherapie bis zur Parodontalchirurgie auf vielen Gebieten attraktive Innovationen“, betont Mark Stephen Pace, Vorstandsvorsitzender des VDDI. „So stehen einem zunehmenden Behandlungsbedarf im Bereich der Parodontitis immer wirkungsvollere Optionen zu Prävention und Therapie entgegen. Auf der Internationalen Dental-Schau in Köln lässt sich dieser Fortschritt hautnah erleben. Mit Produktneuheiten zum Anfassen und direktem Kontakt zu den jeweiligen Herstellern hält die IDS für alle Besucher einen echten Mehrwert bereit.“

Die IDS (Internationale Dental-Schau) findet alle zwei Jahre in Köln statt und wird veranstaltet von der GFDI Gesellschaft zur Förderung der Dental-Industrie mbH, dem Wirtschaftsunternehmen des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie e.V. (VDDI). Durchgeführt wird sie von der Koelnmesse GmbH, Köln.

Quelle: Koelnmesse GmbH

Foto: IDS Cologne
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