Wissenschaft und Forschung 04.08.2026
Metaanalyse sieht Vorteile von Omega-3 als Ergänzung zur Parodontitistherapie
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Für die Analyse werteten die Autoren 16 randomisierte kontrollierte Studien aus.1 Neun davon erfüllten die Voraussetzungen für die Metaanalyse. Untersucht wurde, ob Omega-3-Fettsäuren als Ergänzung zur nichtchirurgischen Parodontitistherapie einen zusätzlichen klinischen Nutzen bieten. Die Auswertung zeigte statistisch signifikante Verbesserungen sowohl bei der Sondierungstiefe (Probing Pocket Depth, PPD) als auch beim klinischen Attachmentlevel (Clinical Attachment Level, CAL). Nach drei Monaten verringerte sich die Sondierungstiefe in den Omega-3-Gruppen im Mittel um weitere 0,44 Millimeter, während sich das klinische Attachment um 0,49 Millimeter verbesserte. Nach sechs Monaten lagen die zusätzlichen Verbesserungen bei 0,45 beziehungsweise 0,58 Millimetern. Die Autoren weisen jedoch darauf hin, dass die eingeschlossenen Studien erhebliche Unterschiede hinsichtlich Dosierung, Behandlungsdauer und Studienprotokollen aufwiesen. Entsprechend hoch war die statistische Heterogenität der Ergebnisse. Die Evidenzqualität wurde insgesamt als niedrig bis moderat bewertet.
In ihrem Fazit sehen die Forschenden Omega-3-Fettsäuren als potenziell sinnvolle Ergänzung der nichtchirurgischen Parodontitistherapie. Gleichzeitig betonen sie, dass weitere hochwertige randomisierte Studien notwendig sind, um optimale Dosierungen, Behandlungszeiträume und den tatsächlichen klinischen Nutzen genauer zu bestimmen.
1 Benincasa G, Liguori MG, Tarallo F et al. The role of omega-3 polyunsaturated fatty acids in the non-surgical management of periodontitis: a systematic review and meta-analysis. Frontiers in Oral Health. 2026;7:1761032. doi:10.3389/froh.2026.1761032.