Branchenmeldungen 22.04.2026

MODJAW Funktionsscanner: Dynamische Kieferbewegungen präzise erfassen

AMERICAN DENTAL SYSTEMS – Wie präzise ist die Artikulation, wenn sie auf statischen Registraten basiert? Diese Frage stellt sich im digitalen Workflow immer häufiger. Mit dem MODJAW Funktionsscanner steht ein System zur Verfügung, das die reale Kieferkinematik des Patienten in Bewegung erfasst und für die zahntechnische Weiterverarbeitung zugänglich macht.

MODJAW Funktionsscanner: Dynamische Kieferbewegungen präzise erfassen

Foto: American Dental Systems

Das System arbeitet mit einem visuellen Tracking-Ansatz. Über einen am Unterkiefer befestigten Reflektor werden Bewegungen dreidimensional und in Echtzeit aufgezeichnet. Die Erfassung erfolgt dynamisch – inklusive Öffnungs-, Kau- und Sprechbewegungen. Die resultierenden Daten bilden die individuelle Kondylenbahn sowie die habituelle dynamische Okklusion des Patienten ab, ohne auf klassische mechanische Übertragungsmethoden angewiesen zu sein.

Für das Labor bedeutet das einen klaren Zugewinn an funktioneller Präzision. Analoge Transferbögen oder rein statische Bissregistrate werden durch reale Bewegungsdaten ergänzt oder ersetzt. Diese lassen sich direkt in digitale Artikulatoren und gängige CAD/CAM-Systeme integrieren. Die Anpassung der dynamischen Kontaktpunkte erfolgt damit nicht mehr auf Basis idealisierter Durchschnittswerte, sondern unter Berücksichtigung patientenspezifischer Bewegungsmuster. Insbesondere bei komplexen Rekonstruktionen oder funktionellen Auffälligkeiten bietet das eine belastbare Grundlage für die Okklusionsplanung.

Die Weiterverarbeitung der Daten erfolgt nahtlos innerhalb digitaler Workflows. Nach der Aufzeichnung stehen die Bewegungssequenzen als Datensatz zur Verfügung und können mit intraoralen Scans oder DVT-Daten kombiniert werden. Virtuelle Artikulatoren nutzen diese Informationen, um dynamische Kontaktverhältnisse zu analysieren und prothetische Versorgungen entsprechend auszulegen. Korrekturen lassen sich frühzeitig im digitalen Modell durchführen, bevor sie klinisch relevant werden.

Im Laboralltag verändert sich damit vor allem die Qualität der Entscheidungsgrundlage. Statt sich auf approximierte Bewegungsparameter zu verlassen, arbeitet der Zahntechniker mit konkret gemessenen Kinematikdaten. Das erhöht die Vorhersagbarkeit funktioneller Ergebnisse und reduziert den Anpassungsaufwand bei der Eingliederung. Gleichzeitig entsteht ein engerer fachlicher Austausch mit der Praxis, da funktionelle Analysen transparent nachvollziehbar und reproduzierbar werden.

Auch für die interdisziplinäre Zusammenarbeit eröffnet der Einsatz dynamischer Bewegungsdaten neue Perspektiven. Zahnarzt und Zahntechniker greifen auf denselben Datensatz zu und können funktionelle Fragestellungen gemeinsam bewerten. Das unterstützt eine konsistente Planung – von der Diagnostik bis zur finalen Restauration.

Der MODJAW Funktionsscanner fügt sich damit konsequent in digitale Prozessketten ein und erweitert diese um eine entscheidende Dimension: die reale Bewegung. Für die Zahntechnik bedeutet das einen weiteren Schritt hin zu einer funktionell fundierten, datenbasierten Fertigung.

American Dental Systems (ADS) vertreibt den MODJAW Funktionsscanner und begleitet Praxen sowie Dentallabore mit Beratung und Service aus einer Hand.

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Dieser Beitrag stammt von dem Anbieter und spiegelt nicht die Meinung der Redaktion wider.
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