Branchenmeldungen 28.08.2025
Wenn andere trinken: Wie Studierende unter den Folgen leiden
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Befragt wurden mehr als 1.800 College-Studierende im zweiten und dritten Jahr. Im Mittelpunkt stand nicht das eigene Trinkverhalten, sondern die Erfahrungen mit den Folgen, die von anderen ausgehen. Besonders häufig berichteten sie, dass sie in die Rolle des „Babysitters“ gedrängt wurden. Über ein Drittel musste schon einmal für alkoholisierte Kommilitonen sorgen, sie stützen oder ins Bett bringen. Rund 15 Prozent erlebten verbale Belästigungen, etwa fünf Prozent körperliche Gewalt oder sexuellen Kontakt gegen den eigenen Willen.
Die Forscher verknüpften diese Erfahrungen mit psychischen Belastungen und Studienerfolg. Wer Belästigung durch Betrunkene erlebte, war deutlich unzufriedener mit seinem Studium und berichtete häufiger von Suizidgedanken. Opfer körperlicher Gewalt wiesen öfter einen niedrigeren Notendurchschnitt auf. Studierende, die unerwünschte sexuelle Kontakte schilderten, zeigten fast dreimal so oft Anzeichen von Depressionen. Exzessives Trinken an Hochschulen betrifft nicht nur die, die zum Glas greifen. Es zieht Kreise, die akademische Laufbahnen bremsen, die psychische Gesundheit schwächen und den Alltag vieler beeinträchtigen. Die vollständige Studie gibt es hier.