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DGOI: Wissens- und Motivationsupdate für die Praxis

© DGOI

Branchenmeldungen 07.03.2012

Wissens- und Motivationsupdate für die Praxis

Deutsche Gesellschaft für Orale Implantologie: 7. Internationales Wintersymposium 2012 in Zürs

Die Inhalte sind hochkarätig. Die Atmosphäre für den kollegialen Austausch ist freundschaftlich und familiär. Genau diese Kombination schätzen die Teilnehmer des Internationalen Wintersymposiums der Deutschen Gesellschaft für Orale Implantologie (DGOI) in Zürs am Arlberg. In diesem Jahr fand die Veranstaltung vom 11. bis 17. Februar zum siebten Mal statt. Wieder war sie mit rund 120 Teilnehmern ausgebucht, 30 von ihnen waren zum ersten Mal dabei. „Das Besondere an dieser Fortbildungswoche ist, dass wir in dem kleineren Kreis mit jedem Teilnehmer persönlich sprechen können. Deshalb sind auch die Kollegen, die zum ersten Mal dabei sind, schnell in die Gruppe integriert “, so Dr. Georg Bayer, Präsident der DGOI, und weiter: „Wir erleben im Laufe der Woche einen lebendigen und intensiven Erfahrungsaustausch, der uns für die tägliche Praxis sehr motiviert.“

Die Besucher bewerteten das wissenschaftliche Programm  wie auch die Referenten als durchgehend hochkarätig und die Zusammenstellung der Themenkomplexe in diesem Jahr als besonders gelungen. „Dieses Symposium bietet die Möglichkeit, einzelne Themenbereiche in einem wissenschaftlich fundierten Überblick darzustellen und anschließend von verschiedenen Perspektiven aus intensiv zu beleuchten und miteinander zu diskutieren“, so Prof. Dr. Georg H. Nentwig, Fortbildungsreferent der DGOI. Er hatte das überzeugend gute Programm unter dem Leitthema „Update Implantologie“ zusammengestellt. Großes Interesse zeigten die Teilnehmer auch für die insgesamt zehn Workshops, die an den Nachmittagen sattfanden. 

Welche Techniken haben sich im Bereich der Knochenregeneration bewährt und warum? Mit einer wissenschaftlich fundierten Übersicht begann die Diskussion rund um den Aufbau des extrem resorbierten Kieferhöhlenbodens. Empfehlungen gab es zur Handhabung von Grenzfällen, in denen eine Überweisung an Spezialisten angezeigt ist. Der Sinuslifts wurde aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, zum Beispiel: Der crestale Zugang als möglicher Weg bei stark atrophen Kiefern, die Knochendeckelmethode bei externem Sinuslift und die Implantation in die palatinale Alveole – nicht als Standardlösung, sondern in ausgewählten Fälle als Alternative zum Sinuslift.

Für eine gute Ästhetik muss das Weichgewebe möglichst optimal stabilisiert werden. In den vergangenen Jahren hat sich im Bereich der Weichgewebschirurgie einiges verändert. So schneidet man im Bereich der keratinisierten Gingiva nur noch horizontal und im Bereich der Mukosa vertikal. Wenn es um das Emergenzprofil geht, dann ist vor einer Verdickung des Abutments im subgingivalen Bereich zu warnen. Dieses verdünnt das Zahnfleisch und fördert Rezessionen. Ebenfalls diskutiert wurden verschiedene Konzepte mit customized und individualisierten Abutments.

Patientenorientierte Konzepte mit minimal chirurgischen Eingriffen, weniger Zeitaufwand und Kosten standen ebenfalls zur Diskussion. Hier ging es insbesondere um die Voraussetzungen für All-on-4 Lösungen mit geraden wie angulierten Implantaten. Hiermit sind gezielt ältere Menschen als neue Patientengruppe zu gewinnen.

Traditionell gab es auch Vorträge, die über den rein implantologischen Tellerrand hinausgingen, zum Beispiel über die computergesteuerte Kiefer-Relationsbestimmung, die Vertikaldimension, die Korrektur von Zahnfehlstellungen mit Alignern und Risikofaktoren wie toxische Metalle, Zöliakie und Borreliose, die in der Implantologie bisher kaum beachtet werden. Für ein erfolgreiches Praxismanagement gab es ebenfalls Tipps, zum Beispiel durch die gezielte Nutzung von Arztempfehlungsportalen im Internet und einer effektiven Abrechnung, die sich an der neuen GOZ orientiert.

Das 8. Internationale Wintersymposium der DGOI findet vom  23.02 bis 02.03.2013 im Robinson Club Alpenrose in Zürs am Arlberg statt.