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Zahntechnik | Digitale Verfahren zur Übersicht

Digitale Verfahren 11.04.2012

Die 1. Berliner Digitale – Der Goldstandard

Schnell haben die Verantwortlichen von Goldquadrat und Rübeling & Klar begriffen, dass ein reines Anwendertreffen für ihre Maschinen und Arbeitsprozesse an den Bedürfnissen des Marktes vorbeigeht. Im Vorfeld der Veranstaltung haben nämlich nicht nur Anwender, sondern auch potenzielle Neukunden Interesse für die „1. Berliner Digitale“ bekundet. So haben die Veranstalter daraus kurzerhand ein Symposium mit Vorträgen und Workshops kreiert.

Ziel war es, einen Überblick zu Neuheiten, aber auch Anwendungstricks und Dienstleistungen für die Bereiche CAD und CAM in der Zahntechnik zu geben. In dem sich schnell entwickelnden dentalen digitalen Umfeld sind gerade der Austausch unter den Anwendern und der Blick über den Tellerrand unerlässlich. Individuelle Abutments, NEM fräsen oder lasersintern, wann Funkenerosion, wie gut sind gefräste Modelle, Glaskeramik schleifen, die richtige Gerätephilosophie für „mein“ Labor: Über diese Fragen wurde sich intensiv ausgetauscht.

ZTM Marco Bähr, zuständig für die CAD/CAM-Technologie des Hauses Rübeling + Klar, präsentierte zum Veranstaltungsauftakt den neuen 3-D-Scanner i/s/can. Dieser biete eine einfache und intuitive Bedienung und bildet darüber hinaus  einen preisgünstigen Einstieg in die CAD/CAM-Welt. Die Daten werden in einem offenen Format exportiert, Erfassungsmethode und entsprechende Parameter können vom Anwender frei gewählt und konfiguriert werden.

„In  den  i/s/can  sind drei Jahre intensiver Entwicklungsarbeit von Rübeling + Klar eingeflossen“, betont Bähr. Die dadurch erreichte Leistungsfähigkeit im Hinblick auf Qualität und Geschwindigkeit sorgen für eine hohe Produktivität und Investitions-Rentabilität. Die mit neuen Technologien entwickelte Software unterstützt Multicore-Prozessoren und nutzt die Leistungsfähigkeit modernster 64-Bit-Betriebssysteme optimal aus, so Bähr.

Folgerichtig ging er anschließend auf die neue Konstruktionssoftware i/CAD ein. Deren modularen Indikationsprogramme seien ohne jährliche Lizenzgebühr erhältlich. Das System ist offen und liefert Daten im .stl-Format für Fräsmaschinen und Rapid Prototyping.

Bereits in der Basisversion decke die Konstruktionssoftware eine Vielzahl von Indikationen ab, sodass diese Software sowohl für fortgeschrittene Benutzer als auch für Neueinsteiger im CAD/CAM-Sektor geeignet ist.

„In der Basisversion sind enthalten die Konstruktion von Kronen, auch vollanatomisch, Brücken in jeder Spanne, Teleskope, Wax-ups, Inlays Onlays“, erläuterte Bähr die Fakten zur Einstiegsversion. Das Implantat-Abutment-Modul, das Implantat-Steg-Modul, der virtuelle Artikulator, TrueSmile und der DICOM Viewer können einzeln erworben werden. Zu den „harten“ Fakten gehört auch eine transparente Preisgestaltung: „Das Gesamtpaket i/s/can mit der i/CAD-Basisversion ist zum Preis von 14.900 Euro bei Goldquadrat erhältlich. Im Preis inbegriffen ist ein Tag Schulung bei Rübeling + Klar in Berlin“, so der CAD/CAM-Experte.

ZTM Andreas Klar und ZT Delf Monsees stellten neueste Entwicklungen und erweiterte Anwendungsmöglichkeiten bei den Fräsmaschinen Quattro Mill und Organical Multi vor. Gerade mit einem Kampfgewicht von ca. 50 Kilogramm kann ein Gerät aus der Quattro Mill-Familie einen wirtschaftlichen Einstieg in das automatisierte Bearbeiten von Zirkonoxid, PMMA, Wachs und Composites bieten. Aber auch das Schwergewicht Organical Multi, in der Klasse der Fertigungszentren mit ca. 650 Kilogramm dennoch ein leichtes Gerät, kommt mit einigen Upgrades daher. „Die Bearbeitung von Titan und Titanlegierung sowie das Schleifen von Glaskeramik runden das bisherige Angebot durch die Möglichkeit der Nassbearbeitung ab. Durch den größeren Schwenkbereich von – 30° bis +110° ist die Anfertigung von Abutments mit starken Winkelabweichungen möglich“, schwärmt Monsees.

Die Beiträge von ZTM Christian Vordermayer über seine ersten  Erfahrungen mit der Organical Multi und von ZTM Jan Langner über seine zahntechnische Meisterschaft rückten das Thema Zahntechnik in den Fokus der Veranstaltung. Tais Clausen, Leiter Forschung und Entwicklung sowie Mitgründer von 3Shape und Überraschungsgast, informierte über die neusten Updates der Scansoftware von 3Shape. Aufschlussreich für die wirtschaftlichen Belange war der Vortrag von ZTM Maxi Findheiß. Zum  Beispiel ist eine wirtschaftliche Auslastung der Quattro Mill Comfort ab ca. 425 Einheiten im Jahr bzw. ab 35 Einheiten im Monat gegeben. ZTM Christian Hannker beschrieb die wirtschaftliche Herstellung von großen Arbeiten auf der Quattro Mill.

Durch die Veranstaltung moderierte gewohnt kurzweilig und souverän Reinhold Brommer, Marketing-Leiter von Goldquadrat. Am Samstag folgten verschiedene Workshops und eine Besichtigung des Unternehmens Rübeling+ Klar inklusive Vorführung des „Maschinenparks“.

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