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Kieferorthopädie 06.12.2012

Das neue CA DIGITAL® System

Das neue CA DIGITAL® System

Ein Beitrag von Dr.  Yong-min Jo, Andre Kranzusch und Anja Einwag.

Einleitung

Mit dem CA® CLEAR-ALIGNER System gibt es seit Langem eine erfolgreiche und bewährte Methode, mit der man Zahnfehlstellungen einfach und ästhetisch korrigieren kann. Dazu erfolgt die Planung und Erstellung der Aligner im eigenen Labor mithilfe des CA®-Lab Systems, bestehend aus der CA-Smart Software und Zubehör, dem Biostar Gerät und den Folien von SCHEU-DENTAL®.

Das Behandlungsprinzip von CA® CLEAR-ALIGNER basiert darauf, dass aufeinanderfolgen-de Aligner in den Stärken 0,5mm (CA®-soft), 0,625mm (CA®-medium) und 0,75mm (CA®-hard) im einwöchigen Wechsel vom Patienten getragen werden. In der dritten Woche überprüft der Behandler die gewünschte Zahnbewegung und nimmt zu diesem Zeitpunkt den nächsten Abdruck für den kommenden Schritt. Das neue Aligner-Set kann dann in der folgenden Woche angefertigt und eingesetzt werden. Die Indikationen für eine CA® CLEAR-ALIGNER Behandlung reichen von leichten bis mitt­leren Engständen oder Lücken, leichten bis mittleren Rotationen, kleinen dentalen Tief- oder offenen Bissen bis hin zu dentalen Kreuz- oder Scherenbissen sowie kleinen basal-sagittalen Fehlbissen. Ferner können auch kleinere präprothetische Maßnahmen (z.B. Pfeileraufrich­tungen oder -verteilungen) oder Kombinationen mit orthodontischen Maßnahmen (z.B. zur Verankerungsunterstützung) durchgeführt werden. Aufbauend auf dem CA® CLEAR-ALIGNER System ermöglicht CA DIGITAL®, innovative Digitaltechnik im eigenen Labor zu nutzen und die Aligner auch dort zu erstellen. Dabei werden dieselben Basisprinzipien und Materialien wie beim bewährten CA® CLEAR-ALIGNER System angewandt, ohne die Notwendigkeit hoher Anschaffungskosten für 3-D-Scanner, 3-D-Drucker, Software und weitere Verbrauchsmaterialien.

CA DIGITAL® bietet

  • präzise, zukunftsweisende 3-D-Technologie für die Korrektur von Zahnfehlstellungen
  • ein Maximieren der Kapazi­täten des Eigenlabors sowie den kostengünstigen Einstieg in die digitale Aligner-Technologie
  • anschauliche Beratung durch realistische 3-D-Simulationen und anatomisch eingefärbte Patientenmodelle zu Beginn der Behandlung
  • vollkommene Behandlungskontrolle durch Korrekturmöglichkeiten bei jedem Step
  • hohe Wertschöpfung durch die Erstellung der Aligner im eigenen Labor.

 

Wie funktioniert CA DIGITAL®?

Nachdem ein Patientenmodell erstellt wurde, wird dieses mit einem 3-D-Scanner digitalisiert. Nach einer digitalen Bearbeitung werden die Zähne nun nach dem CA® CLEAR-ALIGNER Prinzip von einem aus­gebildeten KFO-Zahntechniker digital korrigiert. Nach der di­gitalen Korrektur wird das virtuelle Modell mit einem modernen 3-D-Druckverfahren her­gestellt und eingefärbt. Auf diesen gedruckten Modellen kann der Arzt wie gewohnt seine Aligner aus den bewährten Folien (CA®-soft, CA®-medium, CA®-hard) tiefziehen und für den Patienteneinsatz vor­bereiten (Abb. 1). Wie bei dem CA® CLEAR-ALIGNER Prinzip wird pro Abdruck nur ein Step korrigiert. Im ersten Schritt wird dabei nur ei­ne Set-up-Umstellung von 0,5mm durchgeführt, da dies die Initialphase darstellt und in dieser die histologische Aktivi­tät für die Zahnbewegung geringer ist, deswegen auch eine geringere „Range of orthodontic tooth movement“. In den folgenden Schritten werden Set-up-Umstellungen bis 1mm realisiert, die durch die drei unterschiedli­chen CA®-Folien schonend umgesetzt werden. Die Schritte, auch „Steps“, können nach diesem Prinzip fortgeführt werden, bis die Zielkorrektur erreicht ist (Abb. 2). Dabei ist zu erwähnen, dass die sogenannten Steps nicht für alle Aligner-Prinzipien die gleiche Bedeutung haben. Vielmehr unterscheiden sich die verschiedenen Systeme in der Größe der Zahnbewegung pro Step. Bei den meisten Systemen wird pro Step, je nach Anzahl und Art der Aligner, eine Zahnbe­wegung von 0,25mm bis 0,5mm als Set-up-Bewegung umgesetzt. Ein wichtiger Punkt für die Umsetzung der geplanten Zahnbewegung ist es, eine hohe Pass­genauigkeit zu erreichen, um eine erfolgreiche Umsetzung des Ziel-Set-ups zu bewirken. Bei Vergleichen der unterschiedli­chen Systeme sind nicht die Anzahl der Steps entscheidend, sondern die Größe der zu kor­rigierenden Zahnfehlstellung und die jeweilige Passgenauigkeit.

In vier Steps des CA® CLEAR-ALIGNER Systems sind daher die meisten Indikationsfälle zu realisieren, bis zu 3,5mm werden korrigiert. Bei anderen Aligner-Systemen werden meist mehr Aligner und Steps benötigt. Das CA® CLEAR-ALIGNER Prinzip kann effektiv und schonend bis zu 1mm pro Step an Zahn­umstellung erreichen, da nach dem bewährten CA® CLEAR-ALIGNER Prinzip drei verschiedene Folien unterschiedlicher Stärke zur Anwendung kommen. Nach diesem Prinzip werden aus einem Abdruck nicht mehrere Steps im Voraus berechnet, sondern nur der jeweils nächste Schritt. Dieses Vorgehen ermöglicht die erforderliche Passgenauigkeit, da die Schleimhautsituation aktuell dargestellt wird und nicht bis zur Endsitu­ation im Voraus gestaltet werden muss. Mit dem CA® CLEAR-ALIGNER Prinzip sind Schleimhaut getragene Aligner möglich, die durch die bessere Verankerung eine bessere Kraftübertragung und eine effektivere, genauere Zahnbewegung ermöglichen (Abb. 3).

Ablauf der Behandlung

1. Vorgespräch
Im Vorgespräch mit dem Patien­-ten werden die Behandlungsmöglichkeiten erörtert und die diag­nostischen Unterlagen erstellt.

2. Auftragsformular und Versand der Modelle
Das Auftragsformular wird auf der Internetseite von CA DIGITAL® www.ca-digit.com ausgefüllt und schriftlich bestätigt. Zum Versand der Modelle werden die dafür von CA DIGITAL® konzipierten und schon beschrifteten Versandkartons bzw. Gipsmodell­boxen verwendet, die sich im Starter-Paket befinden. Das Starter-Paket kann ebenfalls auf der angegebenen Internetseite von CA DIGITAL® bestellt werden (Abb. 4).

3. Erhalt der Therapieplanung und des virtuellen Ziel-Set-ups
Der Kieferorthopäde erhält per E-Mail die Therapieplanung und das virtuelle Ziel-Set-up. Die Therapieplanung gibt Auskunft über die Anzahl der Steps und das virtuelle Ergebnis der geplanten Zahnkorrektur. Sie wird als PDF zur Verfügung gestellt. Durch einen Download-Link innerhalb der E-Mail wird das virtuelle Ziel­ergebnis als Minianwendung anschaulich, d.h. eine 3-D-Betrachtung und Bewegung des virtuellen 3-D-Modells ist möglich. Der Arzt kann nun das Ziel-Set-up bestätigen oder Korrekturwünsche mitteilen. Werden Korrekturen vorgenommen, erhält der Kieferorthopäde eine neue, angepasste Version der Therapieplanung per E-Mail (Abb. 5).

4. Erhalt der Anfangs- und Zielsituation als farbiges 3-D-Modell, sofern optional bestellt
Nach der Bestätigung des Ziel-Set-ups erhält der Arzt auf Wunsch die initiale Situation und die mögliche Endsituation als farblich ausgedruckte Modelle. Diese dienen als Demonstration für das folgende Patientengespräch.

5. Patientengespräch
In diesem Gespräch wird der Patient über Dauer, Kosten und Ergebnis der Behandlung aufgeklärt. Dazu dienen die in der Therapieplanung erhaltenen Dokumente und virtuellen Demons­trationsmöglichkeiten, aber auch die farbigen 3-D-Modelle veranschaulichen deutlich das Therapieergebnis.

6. Auftragsbestätigung
Nachdem der Patient der Behandlung zugestimmt hat, bestätigt der Kieferorthopäde den Auftrag per E-Mail oder Fax und erhält innerhalb einer Woche den ersten Behandlungs-Step als farbiges Modell.

7. Erstellen der Aligner im eigenen Labor
Nach dem Erhalt der Modelle können die Aligner nach dem CA® CLEAR-ALIGNER Prinzip erstellt werden. Dazu wird das Modell mit den Folien CA®-soft, CA®-medium und CA®-hard tiefgezogen und somit die Aligner erstellt (Abb. 6).

8. CA® CLEAR-ALIGNER
 

Therapieverlauf

Die Therapie wird dann weiterhin mit dem CA® CLEAR-ALIGNER Prinzip durchgeführt. Nach jedem Patientenabdruck erhält der Arzt eine E-Mail mit der geplanten Step-Korrektur als PDF-Dokument, aber auch das virtu­el­le 3-D-Modell. Nach Bestäti­gung der Korrektur erhält der Kiefer­orthopäde das darauffolgende Modell für das nächste Schienen-Set. Korrekturen sind bei allen Zwischenstufen möglich.

Immer mehr Patienten wünschen sich bei der Entscheidung zu einer Aligner-Behandlung eine realistische Simulation des Therapieergebnisses. Durch die mitgelieferten, anatomisch eingefärbten Set-up-Modelle wird dem Patienten der Behandlungserfolg anhand von Ist- und Sollzustand dargestellt. Die 3-D-Simulation der Behandlungsschritte ist somit ein entscheidendes Hilfsmittel in der Patientenberatung. Auf der 85. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie (DGKFO) in Stuttgart fand die Weltpremiere von CA DIGITAL® statt, wo sie auf positives Interesse stieß und große Anerkennung in Fachkreisen erfuhr.

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