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Kieferorthopädie 22.06.2015

Der RelaxBogen® zur Behandlung von Bruxismus und CMD

Der RelaxBogen® zur Behandlung von Bruxismus und CMD

Ein Beitrag von den Entwicklern ZA Jochen Lambers und Physiotherapeutin Klára Schneider.*

Bruxismus äußert sich in einem unbewussten Knirschen und Pressen der Zähne und kann sowohl tagsüber als auch nachts auftreten.6 Dies kann zu einer chronischen Überstrapazierung der Kiefermuskulatur führen. Hieraus resultieren, neben substanziellen Schäden der Zahnstrukturen, diverse Sekundärsymptome, wie Verspannungen und Schmerzen auch in den angrenzenden Muskelgruppen. Dies stellt eine wiederkehrende Herausforderung im Praxisalltag dar. Der RelaxBogen® erweitert das Spektrum der Therapiemöglichkeiten mit dem Ziel, den Hypertonus der Muskulatur zu senken. Dabei bildet als physiotherapeutischer Ansatz die Myofascial Release Technique die Basis. Eine Pilotstudie mit ersten Testanwendern führte zu positiven Resultaten.

Laut Bundeszahnärztekammer leiden zwischen 8 bis 15 % der Frauen und 3 bis 10 % der Männer in Deutschland unter Bruxismus (Bundeszahnärztekammer 2013). Neben Störungen in der Okklusion und im Bewegungsapparat werden psychogene Ursachen als Hauptauslöser der Erkrankung betrachtet.3, 11 Primäre Symptome von Bruxismus sind zunächst Abrasionen der Zahnoberflächen und eine Hypertonie der Kaumuskulatur.5 Im weiteren Verlauf können Beschwerden der Halswirbelsäule, myofasziale Schmerzen, Tinnitus oder auch Spannungskopfschmerzen auftreten.2,4,11

Abb. 2: Positionierung des RelaxBogen®.

Zur Behandlung von Bruxismus werden derzeit primär verschiedene Typen von Beißschienen eingesetzt, wobei die muskuläre Problematik häufig bestehen bleibt.7 Immer öfter wird die Schienentherapie durch Physiotherapie ergänzt, wodurch im Idealfall eine Normalisierung des Muskeltonus, der Okklusion und der Körperhaltung erreicht wird.4, 9

Liegen dem Bruxismus ausschließlich psychologische Ursachen zu Grunde, kann durch eine Schiene ein Schutz der Zähne und durch die manuelle Therapie eine Linderung der Folgebeschwerden erreicht werden.11

Abb. 3: Aussagen der befragten Testpersonen hinsichtlich der Wirkung des RelaxBogen® auf das Druckschmerzempfinden in der Kaumuskulatur. – Abb. 4: Aussagen über die Veränderung des Wohlbefindens

Therapieansatz des RelaxBogen®
Als Ursachen für eine Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) werden in der Literatur Okklusionsprobleme und Stress genannt. Eine starke Überlastung des M. masseter und M. temporalis gilt als physiologische Ursache für Bruxismus.1 Mit dem RelaxBogen® steht dem Therapeuten ein innovatives Konzept zur Verfügung, um Muskelverspannungen zu lösen. Myofasziale Schmerzen sowie Folgeschäden, die durch eine chronisch verspannte Muskulatur entstehen, sind im Fokus der Therapie®.

Die theoretische Basis ist die Myofascial Release Technique. Der Ansatz, übertragen auf die Kiefermuskulatur, verfolgt das Ziel, die gleitenden Bindegewebsschichten (Faszien) von M. masseter und M. temporalis zu stimulieren und somit voneinander zu lösen. Dafür ist in den Kieferarealen nur ein leichter aber kontinuierlicher Druck nötig, um die entsprechenden Faszien zu erreichen. Der Grund hierfür ist die wissenschaftliche Erkenntnis, dass sich in der Kiefermuskulatur und speziell deren Faszien, hauptsächlich freie Nervenenden befinden, die über einen sehr leichten Druck angesprochen werden können.8

Aus physiologischer Sicht können die regional unterschiedlich existierenden Faszien nicht separat betrachtet werden, da sie kontinuierlich ineinander übergehen. Durch das Ineinandergreifen der einzelnen Faszien im Bereich des Schädels und der Halswirbelsäule kommt es folglich zu Problemen und Dysbalancen des gesamten Bewegungsapparates.10

Der RelaxBogen® stellt eine Schnittstelle zwischen der physiotherapeutischen und der (fach) zahnärztlichen Behandlung dar und konnte bereits interessante Ergebnisse erzielen. In einer Pilotstudie gab die Mehrheit der Personen an, dass der RelaxBogen® bereits nach einer Anwendung über drei Monate zu einer deutlichen Veränderung der Symptome geführt hat. Die Vor- und Nachhermessung ergab eine statistisch höchstsignifikante Reduktion der Palpation in den relevanten Muskelarealen. Zusätzlich ergibt sich nach dem Gebrauch des RelaxBogen® eine klare Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens. Diese Verbesserung ist ebenfalls statistisch höchst signifikant.

Die ersten Ergebnisse bestätigen das Produktkonzept und die breiten Einsatzmöglichkeiten des RelaxBogen®. Die Bedienung verläuft dabei intuitiv und kann vom Patienten eigenständig angepasst werden, sodass es keiner umfangreichen Einweisung seitens des (Fach)Zahnarztes bedarf.

Abb. 5: Anwendungsbeispiel

Kasuistiken

Anhand der folgenden Kasuistiken wird die Wirkung des RelaxBogen® aus der Sicht der Anwender dargestellt:

Fall 1
Ein 26-jähriger Patient knirschte sehr laut mit den Zähnen. Die Muskulatur war in keinem Bereich druckdolent, die Kiefergelenke waren frei von Geräuschen und Bewegungseinschränkungen. Allerdings zeigten sich deutliche Schlifffacetten vor allem im Bereich der Eckzähne und Prämolaren. Der Patient hatte noch nie eine Knirscherschiene getragen. Durch den RelaxBogen® wurde das Knirschen zunächst leiser, nach drei Monaten war es völlig verschwunden. Ohne den RelaxBogen® begann er wieder zu knirschen, allerdings deutlich leiser.

Fall 2
Eine 35-jährige Patientin litt seit vielen Jahren an starken linksseitigen Kopfschmerzen. Die Schienentherapie konnte zwar ihre Zähne vor weiterer Abrasion schützen, aber ihre Kopfschmerzen blieben. Der Schmerzpunkt lag im Bereich des linken, deutlich hypertrophierten M. temporalis. Im Gegenzug zeigte der M. masseter auf der gleichen Seite nur geringe Aktionen bei Kontraktion. Nach drei Monaten Tragezeit mit dem RelaxBogen® war der m. Temporalis deutlich schwächer geworden. Das State- ment der Patientin nach drei Monaten RelaxBogen®: „Ich hatte schon ewig nicht mehr eine so lange kopfschmerzfreie Phase!“

Fall 3
Ein befreundeter Arzt berichtete mir von einer Patientin, die wegen Kopfschmerzen, Nacken- und Schulterverspannungen eine aufwendige Schienentherapie mit anschließender Rekonstruktion der Kauflächen durch Kronen und Brücken durchführen ließ. Die Beschwerden blieben. Er schickte sie daraufhin in die Praxis von Jochen Lambers. Durch den Einsatz des RelaxBogen® konnten die Beschwerden deutlich verringert werden.

Wenn man diese drei Fälle betrachtet, kann man zusammenfassend sagen, dass der durch Bruxismus entstehende erhöhte Muskeltonus durch die Schienentherapie allein nicht in jedem Fall behandelt werden kann. Häufig führen dann physiotherapeutische Maßnahmen zu einer deutlichen Verbesserung der muskulären Situation.7,9 Ergänzend kann der RelaxBogen® eingesetzt werden.

Fazit

Durch die unauffällige und ergonomische Konstruktion kann der RelaxBogen® sowohl tagsüber als auch nachts getragen werden. Somit steht dem Therapeuten ein innovatives Konzept zur Behandlung muskulärer Schmerzen in den entsprechenden Arealen zur Verfügung, um die Schienentherapie bei Bedarf zu ergänzen. Aus Anwendersicht ist der RelaxBogen® eine Möglichkeit, die überstrapazierte Muskulatur auf einem einfachen Weg im gesamten Tagesverlauf zu entspannen und so eine Regeneration der Muskeln zu gewährleisten. Der patentierte RelaxBogen® wird in vier Größen, abhängig vom Kopfumfang, über die Firma dentalline* angeboten.

* Dieser Artikel dient der Produktwerbung im Namen der RelaxBogen GmbH. Beide Autoren sind Patentinhaber des vorgestellten Produkts.

Hier gibt es die vollständige Literaturliste

Foto: © dentalline GmbH & Co. KG
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