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Laserzahnmedizin 28.07.2011

Respekt vor der Zunge?

Respekt vor der Zunge?

Die Entfernung von Fibromen und Durchtrennung von Lippenbändchen gehört zum täglich Brot des Zahnarztes. Laseranwendende Zahnärzte führen dies häufig und unproblematisch bei Kontrolluntersuchungen durch.

Minimalinvasive chirurgische Eingriffe mit dem ­Laser haben sich mittlerweile durch ihre geringe ­Behandlungsdauer einen Namen gemacht. Die Zeit  für Aufklärung, Anästhesie und unterschriebenem Kostenvoranschlag beläuft sich üblicherweise auf ca. zehn Minuten. Die Patienten nutzen das Angebot  gern, da sie kein zweites Mal vorstellig werden müssen. Am nächsten Tag sind sie auch wieder im Berufsleben belastbar.

 Ein Beispiel aus der Praxis


Eine neue Patientin kam zur mir zur Routinekontrolle in die Sprechstunde „Nur mal zum Nachgucken“, wie sie ausdrücklich betonte. Es sei alles in Ordnung und sie habe keine Beschwerden oder Fragen vorab. Bei der Untersuchung zeigte sich eine 2x2 mm große Neubildung am rechten Zungenrand. Darauf angesprochen sagte sie mir, dass ich der erste von den Zahnärzten sei, der sie darauf hinweisen und die Empfehlung zur Entfernung gegeben habe. Seit zwölf ­Monaten ­ärgere sie diese Veränderung immer mehr, da sie damit am Zahn herumspiele und gelegentlich würde sie sogar darauf beißen. Auch habe es an Größe zugenommen. Sie habe Vorbehandler darauf angesprochen und entweder keine Antwort oder „Das ist nicht schlimm, das kann so bleiben“ erhalten. Wenn es sie so störe, dann müsse es chirurgisch behandelt werden, was ein paar Tage Ausfallzeit bedeuten würde. Aus diesem Grund habe sie das Problem gar nicht ­erwähnt. Kurzum entschieden wir, die Neubildung gleich zu entfernen. Die Exzision wurde mit dem voreingestellten Programm für Fibromentfernung eines Diodenlasers (elexxion claros) mit einer Wellenlänge von 810nm durchgeführt. Danach erfolgte eine Softlasertherapie im Modus „Wundheilung“ mit dem gleichen Gerät. Durch den Lasereinsatz kommt es zu keinerlei Blutungen. Das Risiko einer Zellverschleppung wird durch den sofortigen Verschluss der Blutgefäße minimiert. Der Laserschnitt reduziert die Keimanzahl an der Eingriffstelle drastisch und sorgt für eine primär saubere Wunde. Das Resultat einer gelungenen Laserexzision ist alles in allem ein sauberer, blutgestillter und schmerzfrei verheilender Schnitt. Durch die patentierte digitale Pulstechnologie mit bis zu 20.000Hz kommt es zu keiner bzw. nur minimaler Karboni­sierung des Gewebes mit den entsprechenden unerwünschten Nebenwirkungen.

Die Neubildung wurde routinemäßig zur patholo­gischen Kontrolle geschickt. Neben den üblichen An­gaben gehört hier auch der Hinweis auf die Laser­exzision dazu, damit der Pathologe die Wundränder richtig interpretieren kann. Des Weiteren lagen bei der Übersendung die Fotos bei. Die Patientin berichtete, wie erwartet, über keinerlei Blutungen, Schmerzen oder Einschränkungen bei der Arbeit. Sie sei erleichtert, dass das Problem beseitigt werden konnte. Der pathologische Befund ergab ein Reizfibrom der Zunge. Ohne Laser hätte ich mir die Entfernung gut überlegt. Jeder Zahnarzt, der schon mal mit einer Zungenverletzung zu kämpfen hatte, weiß, wie stark und unkontrolliert die Zunge bluten kann. Auch das ­Nähen ist eine Herausforderung. Neben Komplikationen während der Behandlung kann dies zusätzlich den gesamten Praxisterminplan durcheinanderbringen. Die Entscheidung fällt also leicht: eine sichere, schnelle und somit effiziente Behandlung mit dem Laser.

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