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Prophylaxe 31.08.2016

„Kleine Helfer“ in der Prophylaxe

„Kleine Helfer“ in der Prophylaxe

Die professionelle Zahnreinigung ist derzeit gefragter denn je. Dennoch unterscheiden sich häufig die grundlegenden Abläufe, die in der Prophylaxesitzung zum Einsatz kommenden Instrumente, die Kosten welche für eine derartige Leistung erhoben werden und das fachliche Know-how des Prophylaxefachpersonals, welches die Behandlung durchführt. Weshalb also sollte ein Patient gerade Ihre Praxis auswählen, um eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen?

„PZR ist eben nicht gleich PZR“, oder? Nachfolgend sollen Alternativen sowie Produktbeispiele aufgezeigt werden, welche den Praxisalltag erleichtern und den Patienten nach der Prophylaxebehandlung positiv in Erinnerung bleiben. Die fachlichen Inhalte der Behandlung kann der Patient zunächst nicht sofort beurteilen, Ihr Auftreten, die Freundlichkeit im Umgang, die persönliche, patientenfreundliche Beratung und die Vorbereitung auf die geplante Behandlung aber schon. Individuelle „Wohlfühlmaßnahmen“, kleine Geschenke oder ein zusätzlicher Nutzen, welchen der Eingriff mit sich bringt, sind vonseiten des Patienten gewünscht. Hier liegt es an Ihnen als Praxisteam, diesen Ansprüchen im Praxisablauf gerecht zu werden.

Eine gute Vorbereitung des Arbeitsplatzes erleichtert später die Arbeit. Kurze Greifwege, eine perfekte, ergonomische Arbeitshaltung, eine hygienische sowie einwandfreie Umsetzung und daraus resultierend ein optimales Zeitmanagement in der Behandlung sind nur einige Aspekte, weshalb Sie immer „gut vorbereitet“ agieren sollten.

In der dentalen Prophylaxe macht es Sinn, mit farbcodierten Instrumenten oder Traysystemen zu arbeiten (Abb. 1 und 2). Die Kassetten sind inhaltlich beispielsweise bestückt mit Grund­ins­trumenten, welche in jeder Prophy­laxesitzung benötigt werden. Die Instrumente sind so während der Lagerung, beim Transport und auch in der Phase der schonenden Wiederaufbereitung sicher aufbewahrt. Die ausgewählte Farbe signalisiert im Praxisablauf beispielsweise die Zuordnung zur Behandlungsart, zum Behandlungsraum oder zur Prophylaxefachkraft.

Der Patient konzentriert sich beim Betreten des Behandlungsraums und nachdem er auf dem Behandlungsstuhl Platz genommen hat auf die Farbe der Behandlungseinheit, das Mundspülbecken (Abb. 3 und 4), die Bilder im Behandlungsraum, vorhandene Armlehnen oder ein bequemes Stützkissen für Hals und Nacken. Durch kleine individuelle, aber auch einfache Maßnahmen wird die Behandlung zu einem ganz besonderen Ereignis.

Auch während der darauffolgenden Prophylaxebehandlung können zusätzlich „kleine Helfer“ eingesetzt werden. Diese sollten Patienten und Behandler eine angenehme Durchführung aller Maßnahmen ermöglichen, so erleichtern beispielsweise spezielle Wangenhalter, Aufbissbehelfe und Absaugkanülen (Abb. 5) das Offenhalten des Mundes oder das Abhalten von Wange/Lippe. Besondere Abdeck­tücher für die Augenpartie und das Gesicht können bei der Verwendung eines Luft-Pulver-Wasser-Strahlgerätes zum Einsatz kommen (Abb. 6). Auch bunte Politurmedien, wohlschmeckende Prophylaxepasten und Fluoridierungspräparate bleiben Ihrem Patienten positiv in Erinnerung (Abb. 7).

Zur Motivation und Instruktion, aber auch zur patientenverständlichen Aufklärung eignen sich Kosmetikspiegel mit zwei- bis dreifacher Vergrößerung. Hierbei ist es wichtig, den Spiegel greifen, aber auch aufstellen zu können, um ein gemeinsames „Üben und Umsetzen“ beispielsweise der Interdentalraum­pflege zu ermöglichen. Auch der Einsatz von Bildmaterialien und Demonstrationsmodellen z. B. zur Karies- oder Gingivitisentstehung kann im Aufklärungsgespräch hilfreich sein (Abb. 8). Unter Beachtung bestimmter Arbeitsabläufe, der gekonnten Umsetzung theoretischer Fachkenntnisse in den praktischen Behandlungsphasen sowie dem Erkennen und Benennen des derzeit vorliegenden Mundgesundheitszustandes des Patienten ist eine perfekte Prophylaxesitzung gezielt durchführbar. Wird außerdem die Individualität des Patienten berücksichtigt, so erhält er eine Prophylaxesitzung, an welche er sich später positiv erinnert.

Foto: © Autorin
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