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Branchenmeldungen 21.02.2011

85 Prozent der Sachsen-Anhalter haben Parodontitis

85 Prozent der Sachsen-Anhalter haben Parodontitis

85 Prozent aller Erwachsenen in Sachsen-Anhalt leiden nach Einschätzung der Zahnärztekammer unter Zahnfleischentzündungen. Die hohe Zahl stehe im Zusammenhang mit der älter werdenden Bevölkerung, sagte Präsident Frank Dreihaupt im Vorfeld des Zahnärztetages in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp in Magdeburg.

Durch die umfassende medizinische Versorgung blieben die natürlichen Zähne länger erhalten, würden aber gerade bei Senioren immer anfälliger für eine Parodontitis. Dieser Trend zeige sich bundesweit. Eine Behandlung sei nach wie vor langwierig, erklärte der Präsident. Wichtig seien dazu regelmäßige Zahnarztbesuche und die Überwachung der Krankheit, um einen Verlust der Zähne weitestgehend zu verhindern. Allerdings seien Vorbehandlungen nicht mehr Kassenleistungen und müssten privat bezahlt werden.

Dreihaupt nannte auch eine Reihe von Risikofaktoren für den Erhalt des Gebisses. Dazu gehörten Diabetes und Bluthochdruck. Hinzu komme oft ein fehlendes Verständnis für die korrekte Zahnpflege. Im Ergebnis könne die Parodontitis chronisch werden.

Viele der rund 1500 Zahnarztpraxen in Sachsen-Anhalt hätten ihr Angebot erweitert. Die Prophylaxe liege dort in den Händen speziell ausgebildeter Assistentinnen, sagte Dreihaupt. Sie verfügten über eigene Sprechzimmer und kümmerten sich um die Beratung und Motivation der Patienten ebenso wie um die Ernährungsberatung.

Jedoch beschäftige jeder niedergelassene Zahnarzt in Ostdeutschland etwas mehr als drei Mitarbeiter, in den alten Bundesländern seien es im Durchschnitt fünf. Eine der Ursache für diesen Unterschied ist nach Einschätzung von Dreihaupt das geringere Honorar für Vertragszahnärzte in den neuen Bundesländern, das die Einstellung zusätzlichen Personals erschwere.

Quelle: ddp, 31.01.2010

Foto: © Shutterstock.com

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