Branchenmeldungen 05.11.2008

Altersversorgungswerk in ruhigem Fahrwasser

Altersversorgungswerk in ruhigem Fahrwasser

Foto: © Shutterstock.com

Hannover/Ostfriesland - "Das Altersversorgungswerk ist in ruhigem Fahrwasser." Das erklärte der Vorsitzende des Leitenden Ausschusses (LA) des AVW der Zahnärztekammer Niedersachsen (ZKN), Dr. Karl Horst Schirbort, vor der Kammerversammlung am Wochenende in Hannover. Denn natürlich geht auch bei den Zahnärzten die Angst um, ihre für die Altersversorgung zurückgelegten Gelder könnten von der Finanzkrise betroffen sein. Und es ist nicht wenig Geld, das Schirbort und seine Kollegen im LA verwalten: die Bilanzsumme des AVW beläuft sich auf über 1,2 Milliarden Euro.

Beim AVW handelt es sich um die Rentenversicherung der freiberuflich tätigen Zahnärzte. Sie müssen sich privat absichern, weil sie nicht Mitglied der gesetzlichen Rentenversicherung sein können. Die spätere Rente setzt sich dann aus den eingezahlten Beiträgen und den damit erwirtschafteten Renditen zusammen, deren Höhe sich nach dem Erfolg der Anlagen errechnet, die das AVW mit den Beiträgen tätigt.

Vor wenigen Jahren war das AVW in eine finanzielle Schieflage geraten. Die Folge waren zum Teil drastische Kürzungen bei den Überschussanteilen der laufenden Rentenzahlungen und der Rentenzusagen. Erst nach der Neubesetzung des gesamten Leitenden Ausschusses und der Übernahme des Vorsitzes durch den Zahnarzt Dr. Karl-Horst Schirbort aus Burgdorf bei Hannover, konnten die Schwierigkeiten angegangen werden: Als er vor drei Jahren sein Amt angetreten habe, sei die Aufgabe „ein Himmelfahrtskommando“ gewesen. Nach einem Jahr habe er die Konsolidierung der Finanzen noch als „Herkulesaufgabe“ bezeichnet, „heute sprechen wir von einer besonderen Herausforderung“, so Schirbort.

Die ererbten Probleme sind also noch nicht komplett gelöst, aber immerhin weitgehend bereinigt. Hauptsächlich investiert das AVW seine Gelder in festverzinsliche Wertpapiere, hochspekulative Geschäfte sind absolut tabu. Zwar hat man auch bei Banken investiert, die heute in einer finanziellen Schieflage sind – aber über den Einlagensicherungsfond sind diese Anlagen abgesichert.

„Wir haben eine absolut sachorientierte Arbeit geleistet“, betonte Schirbort in seinem Rechenschaftsbericht und stellte befriedigt fest: „Das Vertrauen in der Kollegenschaft steigt.“ Das wurde auch bei den Neuwahlen zum Leitenden Ausschuss bestätigt: So wurde nicht nur der von der Gruppe ‚Freier Verband Deutscher Zahnärzte’ nominierte Schirbort wiedergewählt. Im Amt bestätigt wurde auch der von Schirbort vorgeschlagene Dr. Georg Kolbow (Bad Zwischenahn). Neu in den LA gewählt wurde Dr. Hans-Joachim Kögel (Wittmund). Ferner gehören Dr. Josef Kühling-Thees (Cloppenburg), Dr. Reinhard Urbach (Wolfsburg) und Prof. Dr. Dr. Christian Scherer (Hildesheim) diesem Gremium an.

Quelle: Pressemitteilung der Zahnärztekammer Niedersachsen, 4.11.2008


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