Branchenmeldungen 09.07.2026
Anerkennung ohne Grenzen? Hohe Standards bei Abschlüssen gefordert
Unter der Moderation von Niels Reith, Geschäftsführer der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e. V., diskutierten Robert-Martin Montag (FDP), Mitglied im FDP-Bundesvorstand und gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Bundespartei; Prof. Dr. Gregor Thüsing, LL.M. (Harvard), Geschäftsführender Direktor des Instituts für Arbeitsrecht und Recht der Sozialen Sicherheit; Arne Franke, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände Abteilungsleiter EU, Internationales, Wirtschaft sowie Dr. Ralf Hausweiler, Vizepräsident der BZÄK.
Angesichts eines europaweiten Fachkräftemangels im Gesundheitswesen begrüßt die BZÄK die Pläne der Europäischen Kommission, die EU-Berufsanerkennungsrichtlinie zu modernisieren und Anerkennungsverfahren digitaler, transparenter und effizienter zu gestalten.
Für Diplome aus Drittstaaten bleibt aus Sicht der BZÄK im Vorfeld eine sorgfältige Prüfung von Unterlagen und von Kenntnissen in der Zahnmedizin unverzichtbar.
Die BZÄK sieht in der angekündigten Revision der EU-Berufsanerkennungsrichtlinie ein zentrales Vorhaben der europäischen Gesundheitspolitik. Die Reform sollte dem Fachkräftebedarf Rechnung tragen und zugleich das bewährte Gleichgewicht zwischen Freizügigkeit, Binnenmarkt und Patientenschutz wahren.
Hintergrund
Die Europäische Kommission plant für das dritte Quartal 2026 unter dem Schlagwort Skills Portability Initiative (SPI) eine Überarbeitung der EU-Berufsanerkennungsrichtlinie. Ziel der Initiative ist es, die Anerkennung beruflicher Qualifikationen durch digitale Verfahren zu vereinfachen, die Mobilität von Fachkräften innerhalb der Europäischen Union zu stärken und die Anerkennung von Qualifikationen aus Drittstaaten stärker zu harmonisieren.
Übersicht über das Diskussionspanel des 21. Europatags: https://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/eu/europatag_2026_programm.pdf