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Branchenmeldungen 01.10.2015

„Biologische Zahnheilkunde“ – nachvollziehbar und überzeugend

„Biologische Zahnheilkunde“ – nachvollziehbar und überzeugend

Dr. Dominik Nischwitz, Zahnarzt und Heilpraktiker aus Tübingen, referiert im Spezialistenkurs über Aspekte der „Biologischen Zahnheilkunde“. Die moderne Zahnmedizin steht vor zahlreichen Herausforderungen, um dem ständig steigenden Bedürfnis der Patienten nach Gesundheit, Funktionalität und Ästhetik zu entsprechen. Ganzheitliche Aspekte in der Diagnostik und Therapie spielen dabei eine immer größere Rolle.

Biologische Zahnheilkunde vs. Schulzahnmedizin

Ohne Schulzahnmedizin und perfekt beherrschtes Handwerk ist die Biologische Zahnheilkunde, bei der die naturwissenschaftlichen Grundregeln in ihrer Komplexität und Wechselwirkung im Hinblick auf den menschlichen Organismus zusätzlich berücksichtigt werden, nicht möglich. Alle medizinischen Grundregeln gelten auch im Mund, denn „Zähne sind Teil des menschlichen Körpers, genau wie Leber, Magen oder Darm. Sie sind ebenfalls Organe mit eigener Blut- und Nervversorgung“, so Dr. Nischwitz.

Chronische Erkrankungen – Epidemie des 21. Jahrhunderts

Alltäglich werden in der Schulzahnmedizin verschiedenste, teilweise hochtoxische Materialien verwendet. In Zeiten der immer weiter zunehmenden chronischen Erkrankungen – in den letzten 20 Jahren hat sich die Zahl der Allergiker verdoppelt – wird es dringend notwendig, nach Ursachen zu forschen. Von enormer Wichtigkeit ist hier die Zusammenarbeit mit den ganzheitlich orientierten Humanmedizinern. Eine Entgiftung des Körpers ist beispielsweise nicht möglich, wenn sich Schwermetalle oder Infektionsherde noch im Mundraum befinden.

Ausführlich informiert Dr. Nischwitz über Toxine im Mund und deren langfristige Folgen: lokal auftretende Probleme (Zahnfleischbluten, Parodontitis, metallischer Geschmack, weiße Flecken, Mundgeruch etc.), gastrointestinale oder hormonelle Auffälligkeiten (u.a. leaky gut, Dysbiosen, Candida und verstärktes Schwitzen), Probleme an Schilddrüse, Gelenken, am Herz-Kreislauf-System, neurologische Erkrankungen (Alzheimer, Parkinson, MS, ALS, Migräne), psychologische (Depression, Nervosität, ADS) und immunologische (Asthma, Sinusitis, geschwollene Lymphknoten) Symptome.

Immunologische Probleme werden beispielsweise v.a. durch Nickel, Quecksilber, Kadmium, Gold (an vierter Stelle der Häufigkeiten!), Palladium und Titan ausgelöst. Das sind alles Metalle, die keine Funktion im Körper ausüben.

Störfelder in der Mundhöhle

Der Begriff Störfeld stammt aus der Komplementärmedizin und beschreibt eine Strukturveränderung, wie z.B. eine chronische Entzündung oder ein psychisches Trauma. Dies kann zu Fehlfunktionen von Organen und zur Blockierung der Selbstregulation führen, aber auch Schmerzen zur Folge haben.

Amalgamfüllungen entfernen

Oberstes Gebot ist dabei der maximale Schutz – sowohl des Patienten als auch des Behandlers. Dr. Nischwitz erläutert im Kurs das optimale Prozedere bei der Entfernung von Amalgamfüllungen. Bereits 14 Tage vor sowie einige Tage nach dem Termin sollte auf die Ernährung geachtet werden und Nahrungsergänzungsmittel (Chlorella vulgaris, Zink, Omega-3-Fischöl und Magnesiumzitrat) eingenommen werden (Detox-Protokoll nach Dr. Nischwitz).

Neuralgia inducing cavitational osteonecrosis

NICO – auf Röntgenbildern nur für das geübte Auge sichtbar. Diese chronischen Entzündungen im Kieferknochen entstehen v.a. im Bereich von nicht optimal ausgeheilten Zahnextraktionen, Zahnanlagen oder Fremdkörpern. Hier bilden sich Entzündungsmediatoren und letztlich Giftstoffe, die wiederum Auswirkungen in anderen Körperregionen haben können (besonders häufig sind Gelenkprobleme). Sehr anschaulich dabei die von Dr. Nischwitz gezeigten Fallbeispiele, anhand derer jeder Teilnehmer auf NICO-Suche gehen kann.

Therapiert wird die NICO durch die vollständige chirurgische Entfernung dieses kranken Knochengewebes und anschließender Desinfektion mittels Ozon. Bewährt hat sich lt. Dr. Nischwitz eine Einlage einer aus Eigenblut gewonnenen PRGF®-Membran. Von entscheidender Bedeutung ist die Unterstützung des Organismus vor der geplanten Operation mit den richtigen Nährstoffen (Bone Healing Protokoll nach Dr. Nischwitz), da die NICO primär Symptom eines unterliegenden Nährstoffdefizits ist.

Wurzelbehandelte Zähne

Wurzelbehandelte Zähne sind lt. Dr. Nischwitz chronisch-entzündliche Herde, die sowohl am Zahn selbst als auch an anderen Stellen im Körper Reaktionen hervorrufen können.

Auch Wurzelfüllmaterialien sind nicht unproblematisch.

Zähne und ihr Zahnhalteapparat stehen in Beziehung zu anderen körperlichen Strukturen und Organen (Zahn-Organ-Tabelle) – mit positiven oder negativen Wechselwirkungen. Klassische Störfelder sind neben wurzelbehandelten auch verlagerte, devitale oder Weisheitszähne, Metallsplitter sowie andere Fremdkörper oder chronische Entzündungen im Kieferknochen (NICO).

Entfernung toter Zähne

Die konsequente Sanierung der Mundhöhle ist bei chronisch kranken Patienten, aber auch präventiv von entscheidender Bedeutung. Der Kurs gibt den Teilnehmern Anregungen, wie Aspekte der Biologischen Zahnheilkunde und konkrete Therapiekonzepte im Praxisalltag umgesetzt werden können. Gibt es Alternativen zur Wurzelbehandlung? Die eindeutige Antwort von Dr. Nischwitz lautet: Ja! Der richtige Werkstoff spielt dabei eine große Rolle. Werden dem Konzept von Dr. Nischwitz folgend wurzelbehandelte Zähne, die zwar gut endodontisch versorgt, aber immer noch bakterienbesiedelt (meist Fäkalkeime) sind, und andere Metalle entfernt, implantiert der Tübinger Zahnmediziner ausschließlich Keramikimplantate.

Das Wohl des Patienten steht immer im Vordergrund, denn es geht darum, den Menschen gesund und glücklich zu machen. Periimplantitis bei Keramikimplantaten gibt es nicht – diese sind lt. Dr. Nischwitz „die perfekte ästhetische und immunologische Lösung“.

Fazit

Der Kurs gibt einen Überblick über die Grundlagen der Biologischen Zahnheilkunde und erläutert anschaulich, wie sich Störfelder in der Mundhöhle auf den gesamten Organismus auswirken können. Darüber hinaus werden Therapiemöglichkeiten aufgezeigt, und dank der Ausrichtung als kombinierter Theorie- und Demonstrationskurs kann der Teilnehmer erworbenes Wissen unmittelbar in seinen Alltag übernehmen. Die Möglichkeit, während des gesamten Kurses Fragen zu stellen und zu diskutieren, ist eine Bereicherung des Seminars und trägt maßgeblich dazu bei, sich der Thematik „Der Mund als Spiegel der Gesundheit“ in einem ganzheitlichen Kontext zu widmen.

Literaturliste zum Download.

Foto: © rh2010 – Fotolia
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