Branchenmeldungen 25.03.2026

Heute die richtige Fertigungstechnologie für morgen wählen

VHF – Viele Zahnarztpraxen und Dentallabore, bei denen Neuinvestitionen anstehen, stellen sich die Frage: Investieren sie in subtraktive Frästechnologie oder in additiven 3D-Druck? Beide Wege bieten effiziente Workflows – allerdings mit unterschiedlichen Stärken.

Heute die richtige Fertigungstechnologie für morgen wählen

Foto: vhf

Die zentrale Frage: Fräsen oder Drucken?

3D-Drucker punkten, wenn viele Modelle, Schienen oder Provisorien in kurzer Zeit hergestellt werden sollen. Geht es jedoch um dauerhaft eingesetzte Restaurationen, zählen vor allem Präzision, Langlebigkeit und Biokompatibilität – bei diesen Anforderungen stellt die Frästechnologie den 3D-Druck nach wie vor in den Schatten. Wer investiert, sollte deshalb abwägen, wie im jeweiligen Labor oder der Praxis die Gewichtung zwischen kurzlebigen Provisorien und langlebigen Restaurationen ist.

Frästechnologie in Langzeitstudien bewährt

Gefräste Dentalkeramiken wie Glaskeramik und Zirkonoxid sind seit Jahrzehnten klinisch bewährt und in zahlreichen Studien1 mit Überlebensraten von über 90 Prozent nach zehn Jahren dokumentiert. 3D-gedruckte Materialien hingegen sind noch jung, ihre Langzeitdaten fehlen weitgehend. Wer auf Fräskeramik setzt, entscheidet sich deshalb nicht nur für den aktuellen Stand der Technik, sondern auch für eine Therapieoption mit nachgewiesener Sicherheit.

Stärken, die man nicht sieht – aber spürt

Die Biegefestigkeit eines Materials entscheidet maßgeblich über die Lebensdauer einer Restauration. Während Hybridharze aus dem 3D-Druck meist nur 80 bis 150 Megapascal erreichen, liegen gefräste Lithiumdisilikat-Keramiken bei rund 500 und Zirkonoxid sogar bei bis zu 1.200 Megapascal. Eine ästhetisch gefräste Krone gibt damit nicht nur ein gutes Bild ab, sondern verfügt über mechanische Reserven, die täglichen Belastungen souverän standhalten.

Biokompatibilität: Vertrauen beginnt mit dem Material

Für Patientinnen und Patienten ist die Verträglichkeit entscheidend – und sie beginnt lange vor dem Einsetzen im Mund. 3D-Druckharze enthalten reaktive Monomere und erfordern exakt kontrollierte Aushärtungsprozesse, da mangelhaft ausgehärtete Kunststoffe gesundheitlich bedenklich sein können. Keramische und metallische Fräsrohlinge gelten dagegen als chemisch nahezu inert und bieten eine Sicherheit, die auf klinischer Erfahrung beruht.

Frästechnologie für hochwertige Produkte – und 3D-Druck als Unterstützer

Keramische Restaurationen verbinden hohe Biokompatibilität mit überragender Oberflächengüte und natürlicher Ästhetik – Eigenschaften, die der 3D-Druck bisher nicht erreicht. „Wir sehen die Frästechnologie bei definitiven Versorgungen unangefochten als die erste Wahl“, sagt Tim Zinser, Produktmanager Dental bei vhf camfacture AG. „Auf Basis jahrzehntelanger Expertise entwickeln wir unsere Frästechnologie kontinuierlich weiter, damit unsere Anwenderinnen und Anwender stets auf höchste Präzision und Verlässlichkeit bauen können. Der 3D-Druck als flexibler Partner für Modelle, Schienen und Provisorien ergänzt die digitale Zahnmedizin dabei sinnvoll.“ Wer beide Technologien intelligent kombiniert, legt heute den Grundstein für nachhaltige, zukunftssichere Behandlungskonzepte.

Fräsen und 3D-Druck in der Zahntechnik | vhf camfacture AG

[1] Bsp IPS e.max Scientific Report: klinische Bewährung. Für Online-Medien: https://www.zm-online.de/markt/marktanzeigen/detail/scientific-report-zu-ips-emax

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