Branchenmeldungen 12.05.2026
DDT 2026: Zwischen digitaler Vision und gelebter Laborrealität
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Unter dem Leitmotiv „Digitale Realität – Chancen nutzen, Grenzen erkennen“ trafen sich Zahntechniker/-innen, Laborinhaber/-innen, Zahnärzt/-innen sowie Industriepartner, um aktuelle Entwicklungen rund um digitale Workflows, KI, CAD/CAM und moderne Fertigungstechnologien zu diskutieren – praxisnah, kritisch und mit dem konkreten Blick auf die Umsetzung im Laboralltag.
Mit seinem Eröffnungsvortrag „Gesund gestorben ist trotzdem tot“ sorgte Dr. Heinz-Wilhelm Esser alias „Doc Esser“ direkt zu Kongressbeginn für volle Reihen: Pointiert, humorvoll und mit einer Portion Selbstironie sprach er über Gesundheit, Leistungsdruck und darüber, wie schon kleine Veränderungen im (Labor)Alltag Großes bewirken können.
Wie vielfältig digitale Transformation heute gedacht werden muss, wurde im anschließenden Fachprogramm deutlich: Rechtsanwältin Heike Mareck beleuchtete in ihrem Vortrag „Künstliche Intelligenz im Zahntechniklabor“ die Chancen KI-gestützter Prozesse ebenso wie rechtliche und organisatorische Anforderungen auf dem Weg in die digitale Zukunft, während Dipl.-Kffr. Claudia Huhn praxisnah zeigte, wie sich Kundenbindung und Teamkommunikation zwischen Handwerk und Digitalisierung neu definieren lassen. Wie individuelle Abutments effizient und zugleich ästhetisch hochwertig digital gestaltet werden können, demonstrierte ZTM José de San José González. Mit den Auswirkungen der digitalen Transformation auf Laborstrukturen und Prozesse setzte sich ZTM Christian von Bukowski auseinander. Sein Vortrag machte deutlich, dass Digitalisierung weit mehr bedeutet als neue Software oder Maschinen – gefragt sind strategisches Denken, Flexibilität und die Bereitschaft, etablierte Abläufe jederzeit kritisch zu hinterfragen.
Impressionen der Veranstaltung
Von KI-gestützten Designprozessen über digitales Okklusionsmanagement bis hin zu automatisierten Fertigungsabläufen zog sich das Thema Transformation wie ein roter Faden durch die beiden Veranstaltungstage. Dabei stand nicht die Technik um ihrer selbst willen im Fokus, sondern die Frage, wie digitale Prozesse wirtschaftlich sinnvoll, patientenindividuell und zugleich handwerklich hochwertig eingesetzt werden können. Gerade Laborinhaber/-innen dürften sich in zahlreichen Beiträgen wiedergefunden haben: Wie weit sollte Automatisierung gehen? Welche Investitionen rechnen sich tatsächlich? Und wie gelingt es, Mitarbeitende bei der digitalen Transformation mitzunehmen? Über die konkreten Lösungen für die fachlichen, wirtschaftlichen und organisatorischen Herausforderungen im Laboralltag wurde ausgiebig diskutiert, gefachsimpelt und genetzwerkt – eine Mischung, die den Reiz der DDT seit jeher ausmacht.
Neben technologischen Innovationen bot die Veranstaltung aber auch Raum für Wertschätzung des zahntechnischen Nachwuchses und so bildete die Ehrung der prüfungsbesten Gesellinnen, die stellvertretend für die hohe Qualität und Zukunftsfähigkeit des zahntechnischen Handwerks stehen, einen besonderen Programmpunkt. Passend zum Fortbildungscharakter des Innovationskongresses erhielten zudem alle Teilnehmer/-innen das neu erschienene „Jahrbuch Digitale Dentale Technologien 2026/27“ kostenfrei – eine wertvolle Ergänzung mit aktuellen Fachbeiträgen, Trendthemen und Produkthighlights rund um digitale Technologien in Labor und Praxis.
Die DDT 2026 haben eindrucksvoll gezeigt: Die digitale Realität ist in der Zahntechnik längst angekommen – entscheidend ist heute nicht mehr das „Ob“, sondern das intelligente „Wie“. Für die diesjährigen Besucher/-innen dürfte deshalb schon jetzt feststehen: Wir sehen uns zur Fortsetzung im Frühjahr 2027! (Termin wird zeitnah bekanntgegeben)
Information:
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