Branchenmeldungen 29.10.2008

Dissertationspreis: Seitenzahnbrücken aus Zirkoniumdioxid

Dissertationspreis: Seitenzahnbrücken aus Zirkoniumdioxid

Foto: © Kuratorium perfekter Zahnersatz

Wie belastbar sind vollkeramische viergliedrige Brücken mit einem Gerüst aus Zirkoniumdioxid im Seitenzahnbereich? Eine experimentelle in-vitro-Studie deutet eine Eignung an: „Die hoch interessante Dissertationsarbeit von Dr. Philipp Kohorst verdient es, mit dem Dissertationspreis des Kuratoriums perfekter Zahnersatz ausgezeichnet zu werden“, lobten Professor Klaus Lehmann vom wissenschaftlichen Beirat des KpZ und Vorsitzender Roland Unzeitig kürzlich bei der Übergabe der Urkunde an den jungen Preisträger während der Pressekonferenz in Hamburg.

Der Preisträger hatte gleich doppelt Grund zur Freude, denn die Nachricht von der mit 2.000 Euro dotierten Auszeichnung wurde dem Oberarzt der Klinik für Zahnärztliche Prothetik und Biomedizinische Werkstoffkunde der Medizinischen Hochschule Hannover pünktlich zum Geburtstag übermittelt. Das Fazit seiner Dissertation: Nach Simulation einer mehrjährigen Tragedauer der Brücken in vitro deuten sowohl die Werte für die Initial- als auch für die Langzeitfestigkeit darauf hin, dass viergliedrige vollkeramische Brücken mit einem Gerüst aus Zirkoniumdioxid, in der gewählten Dimensionierung für das Seitenzahngebiet geeignet sind. Eine abschließende Bewertung kann jedoch erst nach der Auswertung kontrollierter klinischer Studien erfolgen.

Ziel der Studie war es, die Belastbarkeit viergliedriger vollkeramischer Seitenzahnbrücken aus Zirkoniumdioxid zu untersuchen. Dabei wurde auch der Einfluss einer definierten Vorschädigung sowie einer künstlichen Alterung, unter Variation der mechanischen und thermischen Wechselbelastungsparameter, auf die Belastbarkeit der Restaurationen evaluiert. Anhand der Experimente sollten Erkenntnisse darüber gewonnen werden, ob die Stabilität von viergliedrigen Zirkoniumdioxidbrücken auch für den stark belasteten Seitenzahnbereich ausreichend ist und ihr Einsatz dort empfohlen werden kann.

Quelle: Presseinformation des Kuratoriums perfekter Zahnersatz, 29.10.08


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