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Branchenmeldungen 28.02.2011

Durch Zusammenarbeit verschiedener Fachärzte konnten Annahmen zur CMD bestätigt werden

Durch Zusammenarbeit verschiedener Fachärzte konnten Annahmen zur CMD bestätigt werden

Beim ersten Jahreskongress des CMD-Dachverband e.V. in Bremen diskutierten Experten verschiedener Fachrichtungen und Zahnärzte zwei Tage über Konvergenzphänomene im Hirnstamm und Craniomandibuläre Dysfunktion

„Die Expertengespräche und Vorträge haben unsere Annahmen bestätigt, dass die Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) nur ein kleiner Bestandteil eines hochkomplexen Erkrankungsbildes ist, das sich aus einem Symptomenkomplex als Antwort auf Konvergenzreaktionen im Hirnstamm zusammensetzt“, resümiert Dr. Christian Köneke, Vorsitzender des CMD-Dachverband e.V., die Ergebnisse des ersten Jahreskongress des CMD-Dachverbandes e.V.

Erstmalig stellte Dr. Wolfgang v. Heymann (Orthopäde, Bremen) das Bild des Hirnstammsensitisierungs-Syndrom vor, das er nach Ergebnissen der aktuellen neurophysiologischen Grundlagenforschung in Bezug auf die CMD mit Dr. Christian Köneke erarbeitet hat. Die CMD ist damit nur eine von vielen vorstellbaren Ursachen, die nach ihrer Einflussnahme auf den Hirnstamm im Sinne von Konvergenzreaktionen jeweils ähnliche Symptome hervorrufen. Den Namen des neu beschriebenen Syndroms erarbeiteten Wolfgang v. Heymann, Groot Landeweer, Andreas Köneke und Christian Köneke fachübergreifend im Anschluss an den Kongress. Es werden insofern aktuell die okklusionsinduzierten, okklusionsassoziierten und okklusionsunabhängigen Ursachen des Symptomenkomplexes "Schwindel, Tinnitus, Kopfschmerzen, Nackenverspannungen, Rückenschmerzen, atypischer Gesichtsschmerz, Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom" unterschieden.

Das schon lange symbolisch verwendete Fass mit vielen Zuflüssen hat jetzt einen Namen: Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft handelt es sich, so waren sich die Experten am Wochenende in Bremen einig, um die sogenannten WDR-Neurone im Hirnstamm. Mit diesem komplexen Bild wird in den kommenden Jahren interdisziplinär weiter gearbeitet werden müssen, so von Heymann, Beiratsmitglied des CMD-Dachverband. Damit forderte er eine Verbesserung der fachübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Ärzten verschiedener Fachrichtungen und Zahnärzten.

„Die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachdisziplinen bekommt eine noch größere Bedeutung“, sagt auch Köneke und fügt hinzu „damit meinen wir nicht nur um die Zusammenarbeit zwischen Zahnärzten und Physiotherapeuten oder Manualmedizinern sondern eine wirklich umfangreich fachübergreifende Arbeit“. Denn nur wenn es eine enge Zusammenarbeit zwischen Ärzten der unterschiedlichen Disziplinen gebe, könne der Patient adäquat behandelt werden.

Während des ersten Jahreskongresses des CMD-Dachverband e.V. in Bremen vermittelten 30 Referenten verschiedener ärztlicher Fachdisziplinen den mehr als 200 Kongressbesuchern ihr Fachwissen.

Quelle: CMD-Dachverband e.V., 02.10.2009


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