Branchenmeldungen 23.03.2026
FVDZ Bayern: Landesversammlung wählt Vorstand einstimmig wieder
Der Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Landesvorsitzender Dr. Christian Deffner startet damit in seine zweite Ehrenamtsperiode an der Spitze des FVDZ Bayern.
Die Delegierten sandten ein deutliches Signal der Geschlossenheit aus. Mit der Wiederwahl des Vorstands honorierten die Mitglieder die erfolgreiche Arbeit der vergangenen zwei Jahre. Neu hinzu gewählt wurde Dr. Thomas Reinhold aus Nürnberg, der den geschäftsführenden Vorstand mit Dr. Christian Deffner (Lohr) und Dr. Romana Krapf (Weißenhorn) komplettiert. Dr. Christian Deffner bedankte sich für das überwältigende Vertrauen: „Dieses Ergebnis gibt uns Rückenwind und ist zugleich Auftrag, die Interessen des FVDZ Bayern und der bayerischen Zahnärztinnen und Zahnärzte weiterhin mit Nachdruck und ohne Kompromisse zu vertreten.“
Mit großem Applaus verabschiedeten die Delegierten Dr. Ingo Lang aus Schwandorf, der auf eigenen Wunsch nicht mehr für den Vorstand kandidierte. Für ihn wurde mit Dr. Jens Kober aus München ein ehemaliger Landesvorsitzender des FVDZ Bayern und aktuell KZVB-Vorstandsmitglied gewählt. Die jeweils einstimmig wiedergewählten Beisitzer: Dr. Nathalie Huber (Illertissen), Dr. Fabian Fleischmann (Neutraubling), Dr. Andrea Albert (Eichstätt) und Dr. Jürgen Welsch (Hofheim) – also eine perfekte Mischung aus Jung und Erfahrenen.
Ein Höhepunkt der Versammlung war die Grundsatzrede des alten und neuen Landesvorsitzenden. Deffner stimmte die Delegierten mit einer motivierenden Ansprache auf den bevorstehenden Kammerwahlkampf ein. Dabei betonte er die Rolle des FVDZ als starke, unabhängige Stimme, die sich gegen überbordende Bürokratie und für die Lust auf Niederlassung einsetzt. „Wir treten an, um die Zukunft unserer Praxen aktiv zu gestalten und nicht nur zu verwalten. Der Kammerwahlkampf ist die Chance, unsere Vision einer modernen, patientenorientierten und wirtschaftlich gesunden Zahnmedizin in Bayern wieder zu festigen“, so Deffner unter großem Beifall.
Neben den Vorstandswahlen standen die drängenden Herausforderungen für die bayerischen Praxen im Mittelpunkt der zweitägigen Beratungen. In der Resolution fordert der FVDZ Bayern von der Bundesregierung, sich bei den anstehenden Reformen im Gesundheitswesen das zahnärztliche Versorgungssystem als Paradebeispiel für Präventionserfolge und Eigenverantwortung zum Vorbild zu nehmen und in einem nachfolgenden Beschluss die Prävention als Fundament der zahnmedizinischen Versorgung zu sichern und damit die Parodontitistherapie gesetzlich und finanziell zu stärken. Gleichzeitig plädierte die Landesversammlung für die Einführung eines Festzuschusssystems für die PAR-Behandlung.
Diskutiert wurden unter anderem:
- Entbürokratisierung: Abschaffung der externen Erst- und Folgevalidierung von Kleingeräten und die Abschaffung der Aktualisierungspflicht der Fachkunde und Kenntnisse im Strahlenschutz sowie eine höhere TI-Pauschale.
- Nachwuchssicherung: Strategien gegen den Fachkräftemangel und zur Förderung von Praxisgründungen – konkret: eine Landzahnarztquote, analog zu den Ärzten.
- Honorierung: Der Paragrafenteil in der GOZ muss erhalten bleiben, damit, anders als im Novellierungsprozess für die GOÄ vorgesehen, wichtige individuelle Lösungen, wie die analoge Berechnung oder die Möglichkeit der Steigerung weiter genutzt werden können.
Um die Zahnärztlichen Bezirksverbände zu entlasten, stellte die Landesversammlung zwei Forderungen an die Bayerische Landeszahnärztekammer: Verschlankung und Kostenübernahme der ZFA-Abschlussprüfungen.
Mit viel Dynamik und einem klaren Mandat geht der FVDZ Bayern gestärkt in die kommenden Monate, um die Weichen für die Zukunft der Zahnärztinnen und Zahnärzte im Freistaat zu stellen.
Die Beschlüsse sind online auf der Webseite des FVDZ Bayern einsehbar: www.fvdz-bayern.de