Branchenmeldungen 03.07.2026
Gesundheitshandwerke setzen erfolgreiche Kooperation fort
In einer Zeit tiefgreifender Veränderungen im Gesundheitswesen, wachsender demografischer Herausforderungen und zunehmender Anforderungen an eine wohnortnahe, qualitativ hochwertige Versorgung kommt der engen Abstimmung der Gesundheitshandwerke eine besondere Bedeutung zu. Die beteiligten Verbände wollen ihre Kräfte auch künftig bündeln, um die Belange der Betriebe entschlossen zu vertreten und zugleich die Versorgung von Millionen Patientinnen und Patienten in Deutschland nachhaltig zu sichern. Diese Kooperation ist umso notwendiger angesichts der dichten Stakeholder-Struktur in der Gesundheitspolitik mit einflussreichen Akteuren wie Krankenkassen oder heilberuflichen Körperschaften.
Mit der Kooperationsvereinbarung unterstreichen die Verbände ihren Willen, zentrale Zukunftsfragen weiterhin gemeinsam zu gestalten. Dazu zählen insbesondere die Sicherung hoher Qualitätsstandards in der Versorgung, die Stärkung der beruflichen Aus- und Weiterbildung, die Fachkräftesicherung, der Abbau unnötiger Bürokratie, die konstruktive Begleitung der Digitalisierung im Gesundheitswesen sowie die politische Sichtbarkeit der Gesundheitshandwerke.
Die fünf Verbände machen damit deutlich: Angesichts der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und gesundheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit braucht es mehr denn je ein gemeinsames Handeln. Nur mit einer starken, geschlossenen Stimme können die Gesundheitshandwerke ihren Beitrag zu einer zukunftsfesten Gesundheitsversorgung wirksam einbringen. Insofern hat sich die Arbeitsgemeinschaft in den vergangenen Jahren als verlässliche und handlungsfähige Plattform bewährt.
Eberhard Schmidt, Präsident, biha
Alf Reuter, Präsident, BIV-OT
Jens Schulte, Präsident, SpiOST
Dominik Kruchen, Präsident, VDZI
Kai Jaeger, Präsident, ZVA
Die Rolle der Gesundheitshandwerke im Gesundheitssystem
Die Arbeitsgemeinschaft der Gesundheitshandwerke vereint den Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA), die Bundesinnung der Hörakustiker KdöR (biha), den Spitzenverband Orthopädie-Schuhtechnik (SpiOST), den Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT) sowie den Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI). Deutschlandweit gibt es etwa 30.000 Betriebe der Gesundheitshandwerke, die als Arbeitgeber ca. 192.000 Menschen beschäftigen, davon rund 17.000 Auszubildende.
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