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Branchenmeldungen 01.09.2011

Hyaluronsäure – weit mehr als nur ein Faltenkiller!?

Hyaluronsäure – weit mehr als nur ein Faltenkiller!?

Vielen ist der Begriff Hyaluronsäure bisher fast ausschließlich als Bestandteil von Hautpflegecremes im Zusammenhang mit der straffenden Wirkung des Bindegewebes untergekommen. Dass Hyaluronsäure als autologer Stoff zu mehr als 50 % im menschlichen Körper vorkommt, wissen bisher nur wenige. Prof. Dr. Holger Jentsch bringt im vorliegenden Interview Licht ins Dunkel um den scheinbar neuen Alleskönner.

Herr Prof. Jentsch, Sie fungierten als Tagungspräsident des 1. International Tissue Care Symposiums in Frankfurt, dass das Thema Hyaluronsäure in seinen Mittelpunkt rückte. Was war die Grundidee für dieses Symposium?

Hyaluronsäure ist eine interessante chemische Verbindung. Das Mukopolysaccharid im Extrazellularraum hat vielfältige Funktionen, die wahrscheinlich noch nicht alle bekannt und verstanden sind. U. a. bei Entzündungen kommt es anscheinend zu einem Mangel, so dass eine externe Zuführung plausibel erscheint. Ich denke, dass es in erster Linie das Anliegen dieses Symposiums war, den aktuellen Kenntnisstand über Hyaluronsäure in Verbindung mit der Zahnheilkunde zusammenzufassen und vorhandene Untersuchungen zur Hyaluronsäure in der Zahnmedizin der Kollegenschaft vorzustellen.

Welche Eigenschaften sind es im Speziellen, die die Anwendung in der zahnärztlichen Praxis so interessant machen?

Es erscheint ein wenig schwierig, alles, was an einem Tag an Eigenschaften – ohne Zweifel ausführlich – dargestellt wurde, vollständig hier wiederzugeben. Ich könnte im Sinne des Beispiels antiödematöse, antiphlogistische, protektive und regenerierende Effekte der Hyaluronsäure hervorheben.

Welche Perspektiven könnten und werden sich daraus ergeben?

Jeder Vortragende kann auf seinem Gebiet hier sicherlich wesentlich besser Auskunft geben. Ich denke, dass die vorgetragenen Ergebnisse eine Erweiterung der Therapiemöglichkeiten in der Zahnheilkunde ermöglichen könnten. Außerdem ist es denkbar, dass Impulse zur weiteren Klärung von Fragen zu dem Thema Hyaluronsäure in den verschiedenen Gebieten der Zahnheilkunde gegeben wurden. Es könnten verstärkte Forschungsaktivitäten bei Vorliegen von Forschungsförderung resultieren.

Ihr Vortrag beschäftigte sich mit der Anwendung der Hyaluronsäure in der Gingivitis- und Parodontitisbehandlung. Inwiefern eignet sich Hyaluronsäure für dieses Einsatzgebiet?

Ich stellte zwei Untersuchungen zum Einsatz von Hyaluronsäure bei Gingivitis und im Rahmen der Parodontitistherapie vor. In beiden Untersuchungen konnte geschlussfolgert werden, dass positive Effekte der Hyaluronsäure in der Testgruppe gegenüber der Kontrollgruppe erkennbar waren.

Foto: © RIEMSER Arzneimittel AG
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