Anzeige
Branchenmeldungen 21.11.2019

In aller Munde: Von der Zahnarztpraxis auf die Bühne

In aller Munde: Von der Zahnarztpraxis auf die Bühne

ZFA Jennifer Rast steht nicht nur in einer Krostitzer Zahnarztpraxis am Behandlungsstuhl, sondern nebenbei auch als Sängerin auf der Bühne. 2018 hat sie ihre erste Single veröffentlicht. Wir sprachen mit ihr darüber, wie sich Praxisalltag und Schlagerträume unter einen Hut bringen lassen.

Jennifer, wie bist du zur Musik gekommen?

Jennifer: Musik begeistert mich schon mein ganzes Leben. Schon als ich sehr klein war und gerade so sitzen konnte, schaute ich sehr gerne Musiksendungen und freute mich, so erzählt meine Mutti heute noch. Als ich dann etwa neun Jahre alt war, wollte ich gerne zur Mini-Playback-Show von Linda de Mol. Dabei übte ich den Song von Celine Dion ,,My heart will go on“. Da ich mir als kleines Mädchen den englischen Text nicht merken konnte, meinte meine Mutti, ich solle versuchen, richtig mitzusingen – vielleicht gelinge es mir so besser. So entfachte meine Leidenschaft fürs Singen, wobei meine Mutti mich all die Jahre unterstützt hat und es auch heute noch tut.

Wie schaffst du es, deine Arbeit in der Praxis und deine Musikkarriere zu vereinen?

Jennifer: Manchmal ist es ein wenig stressig, allerdings habe ich auch eine sehr kulante Chefin, die mich ebenfalls unterstützt. Darüber freue ich mich und bin auch sehr dankbar, denn es ist nicht alltäglich, dass man so eine Chefin hat. Außerdem habe ich mit meinem Management die Vereinbarung, dass Auftritte erstmal soweit irgendwie möglich auf das Wochenende zu legen sind.

Was sagen deine Chefin und deine Kollegin zu deinem zweiten Standbein?

Jennifer: Meine Chefin unterstützt mich wie gesagt sehr, und meine Kollegin ebenso. Falls ich doch einmal kurzfristig Zeit brauche für einen Videodreh oder um ins Tonstudio zu fahren oder Ähnliches, bekomme ich frei und meine Kollegin springt für mich ein. Das ist sehr schön, und ich kann nur betonen, wie dankbar ich dafür bin. Auch zu Auftritten kommen sie, wenn es zeitlich möglich ist, um mich zu unterstützen. Im März 2018 hatte ich sogar das Vergnügen, bei der Geburtstagsparty vom Mann meiner Chefin auftreten zu dürfen. Man kann eigentlich sagen: Ohne meine kulante Chefin und Kollegin wäre dieses zweite Standbein so nicht möglich.

Haben dich Patienten schon auf deine Musik angesprochen?

Jennifer: Ja, tatsächlich – und sogar CDs erworben. Erst wurde vorsichtig gefragt, ob ich es wirklich bin. Das fand ich schon lustig, aber es ist auch klar, dass man auf der Bühne ein anderes äußeres Erscheinungsbild hat, als am Arbeitsplatz in der Praxis. Ein gepflegtes Äußeres ist schon wichtig, aber ich bin zum Beispiel nicht der Typ, der sich täglich schminken und Haare stylen muss. Das ist natürlich auf der Bühne anders.

Welche Aufgaben hast du in der Praxis?

Jennifer: Ich bin in der Praxis vielseitig beschäftigt und teile mich mit meiner Kollegin rein. Im Prinzip mache ich alles, ob es Qualitätsmanagement betrifft, die Behandlung, Abrechnung, Patientenmanagement, Bestellungen, Nachbereitung – also eigentlich alle Aufgaben, die zu diesem Beruf gehören. Hilft dir deine Erfahrung als ZFA auch bei der Musik oder andersrum? Ich würde sagen, dadurch dass ich beim Zahnarzt arbeite, lernt man und kennt man viele Menschen. Das könnte natürlich auch ein Vorteil sein, weil sich so im besten Fall auch meine musikalische Arbeit rumspricht.

Ganz ehrlich: Singst du in der Praxis?

Jennifer: Ja, wenn es dann zum Feierabend hingeht und wir in der Nachbereitung sind, singen wir auch gerne mal dabei ... da geht das Putzen fast wie von allein!

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg!

Mehr Infos und Hörproben gibt es hier: jennifer-rast.de

Dieser Beitrag ist in Zahnärztliche Assistenz erschienen.

Foto: Jörg Lamster

Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper

Anzeige