Branchenmeldungen 30.09.2026
Jedes vierte Unternehmen plant mehr Befristungen
Die zentralen Ergebnisse:
- 26 % der Unternehmen wollen den Einsatz befristeter Verträge steigern – im Vorjahr waren es nur 12 %.
- 56 % planen einen gleichbleibenden Einsatz, 18 % wollen Befristungen reduzieren
- Aktuell nutzen 30 % der Unternehmen befristete Verträge, bei Großunternehmen sind es 59 %.
Befristete Beschäftigung besonders in großen Unternehmen verbreitet
Bereits heute setzt knapp jedes dritte Unternehmen auf Zusatz- oder Ersatzpersonal mit befristeten Verträgen. Besonders verbreitet ist das Instrument in größeren Unternehmen: 59 % der Großunternehmen ab 500 Beschäftigten nutzen Befristungen, bei Kleinunternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten sind es 20 %. Auch Zeitarbeit kommt als Flexibilisierungsinstrument mit zunehmender Unternehmensgröße häufiger zum Einsatz. Während sie insgesamt 22 % der befragten Unternehmen nutzen, ist es bei Großunternehmen bereits jedes zweite Unternehmen.
Geplante Reformen: Vier Jahre Befristung könnten Personalstrategien verändern
Nach geltendem Recht sind sachgrundlose Befristungen grundsätzlich für bis zu zwei Jahre möglich; innerhalb dieses Zeitraums darf ein Vertrag höchstens dreimal verlängert werden. Die Bundesregierung hat in ihrem Reformpaket im Juli 2026 angekündigt, die maximale Dauer sachgrundloser Befristungen auf bis zu 48 Monate auszuweiten und innerhalb dieses Zeitraums bis zu sechs Verlängerungen zu ermöglichen.
Über die Randstad-ifo-HR-Befragung
Die vorgestellten Ergebnisse stammen aus der Randstad-ifo-HR-Befragung Q3 2026. Die Befragung wird quartalsweise durch das ifo-Institut im Auftrag des Personaldienstleisters Randstad durchgeführt. Die Studie befragt bis zu 1000 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen. In Q3 haben 469 Unternehmen geantwortet.