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Branchenmeldungen 07.09.2009

Kampagne zur Zahnrettung: Zahnunfall bedeutet nicht Zahnverlust

Kampagne zur Zahnrettung: Zahnunfall bedeutet nicht Zahnverlust

Das Thema „Zahnunfall“ rückt immer stärker in den Vordergrund. Endlich! Noch ist es der breiten Bevölkerung nicht bewusst, dass ein ausgeschlagener Zahn gerettet werden kann, wenn die zahnärztliche Behandlung praktisch unmittelbar nach dem Unfall beginnt. Das liegt auch daran, dass genau dieses Ziel meistens unrealistisch ist. Bis die Zahnarztpraxis aufgesucht werden kann, bis eventuelle Schnittwunden versorgt werden konnten, sind meist genau die ca. 20 Minuten längst verstrichen, die für den Erhalt der Desmodont-Zellen und damit für die Zahnrettung zur Verfügung stehen. Sofern nicht die SOS Zahnbox zum Einsatz kommt. Sie verlängert diese kurze Zeitspanne auf max. 48 Stunden und ist somit der entscheidende Baustein für ein Zahnrettungskonzept, das Jörg Knieper von zahnexperten24.de derzeit umsetzt.

Ziel dieser Kampagne ist die bundesweite flächendeckende Ausstattung aller relevanten Einrichtungen mit einer Zahnrettungsbox. Die Aktion wird inzwischen von namhaften Verbänden und Unternehmen, wie der BZÄK, dem Verband der Kinderzahnärzte, der AXA Krankenversicherung, den Unfallkassen und vielen mehr, unterstützt. Die Zahnarztpraxis ist einer der entscheidenden Bausteine dieser Kampagne. Nach Ansicht von Jörg Knieper muss „die moderne Zahnarztpraxis eine Zahnrettungs-Praxis sein!“

Es sind vor allem Kinder und Jugendliche, die Zahnunfälle erleiden. Durch das nicht abgeschlossene Kieferwachstum ist hier eine erfolgreiche Zahnrettung von höchster Wichtigkeit. Zum einen werden den betroffenen Personen bei einer erfolgreichen Zahnrettung viele Behandlungen beim Zahnarzt erspart. Zum anderen werden den Patienten (bzw. ihren Eltern), den Unfall- und Krankenversicherungen zumeist lebenslange Folgekosten erspart.

Vor diesem wichtigen Hintergrund wurde nun auf Initiative von Zahnexperten24 die Kampagne „Zähne retten & schützen“ geschaffen und gemeinsam mit Hager & Werken, AXA Krankenversicherung, STI-Group, vielen Zahnärzten, zahnmedizinischen Organisationen, Dentalunternehmen, Unfallkassen, gesetzlichen Krankenversicherungen, Apotheken, Sportorganisationen und weiteren Kooperationspartnern erfolgt nun sukzessive die Umsetzung in den einzelnen Bundesländern. Vorgesehen ist hierbei im ersten Schritt die konkrete Bestückung aller Schulen und Bäder mit der miradent SOS Zahnbox, um die schnelle Versorgung vor Ort zu gewährleisten, und sofort parallel die gemeinsame Auswertung von Zahnunfällen.

Elementarer Bestandteil der Aktion ist das Thema „Kommunikation und eine funktionierende Vernetzung“, damit nach der Verteilung der Zahnrettungsboxen auch alle Daten für eine möglichst reibungslose Abwicklung nach einem Zahnunfall gegeben sind. Gemeinsam mit dem Verpackungsunternehmen STI-Group sowie dem Dentalunternehmen Hager & Werken wurde ein spezielles Zahnunfall-Rettungspaket entwickelt, um diese Anforderungen zu erfüllen. Jörg Knieper führt aus: „Natürlich ist die Zahnarztpraxis die erste Anlaufstation nach Zahnunfällen. Besonders wichtig aber ist, dass möglichst am Unfallort schon eine SOS Zahnbox vorhanden ist, die einfach die Grundlage der erfolgreichen Zahnrettung ist!“ Potenzielle Unfallorte sind naturgemäß Schulen, Kindergärten, Schwimmbäder und andere zahnunfallträchtige Orte, wie z.B. Sportvereine. Sie auszustatten ist das erste Ziel der Kampagne, und für diesen Zweck wurde eine spezielle „Promo-Box“ entwickelt.

Dieses Promotion-Set enthält neben der SOS Zahnbox ein Wartezimmerposter und 30 Aufklärungsprospekte für Patienten. Besonders wichtig ist ein Auswertungsbogen für Zahnunfälle, der von Dr. Yango Pohl von der Universität Bonn erstellt wurde, und den er mit seinem Team auswertet. Sein Statement ist klar: „Es gibt in Deutschland keine wirklich aussagekräftigen Zahlen und Statistiken zum Thema Zahnunfall. Studien aus anderen Ländern lassen darauf schließen, dass der Schaden größer ist als die meisten denken würden. Wir schätzen den volkswirtschaftlichen Gesamtschaden auf über 400 Millionen Euro.“

Neben den fachlichen Daten zum Zahnunfall schafft der Auswertungsbogen auch für die Leistungsträger in z.B. Schulen (Unfallkassen) die Grundlage, sich auf der Grundlage von „echten“ Zahlen ernsthaft mit dem Thema „Finanzierung des Zahnrettungskonzeptes“ zu beschäftigen.

In Hessen (hier besteht bereits seit 1999 diese Engagement) wurden in der 52. KW 2008 alle Schulen mit der neuen miradent SOS Zahnbox ausgestattet, und seit Schulbeginn sind bereits über 50 Zahnunfälle dokumentiert worden. Allein schon dieser kurze Zeitraum zeigt ohne größere ausführliche Statistiken definitiv den Nutzen für die Leistungsträger.

Häufig treten Zahnverletzungen bei der Ausübung von Sport auf, und eine verstärkte Aufklärung hinsichtlich „Optimaler Zahnschutz im Sport“ ist absolut notwendig. Für eine gemeinsame Aufklärungsarbeit wurde die Website www.meinzahnschutz24.de geschaffen und für über 100 Sportarten das Verletzungsrisiko kategorisiert. Ein besonderer Dank aller Teilnehmer der Kampagne geht hier an Erhard Wunderlich, den deutschen „Handballer des Jahrhunderts“, der sich vollkommen uneigennützig für die Kampagne zur Verfügung stellt.


Erhard Wunderlich, der "Handballer des Jahrhunderts", unterstützt die Kampagne zur Zahnrettung.

Vor der Notwendigkeit einer Bündelung der verschiedenen Fachgebiete (Zahnheilkunde, gesetzliche Unfallversicherung, Sport & Prävention etc.) befindet sich auf Initiative von zahnexperten24 der Förderverein Zähne retten & schützen e.V. in Gründung. Primäre Aufgabe dieser neuen Organisation ist die nachhaltig angelegte Etablierung eines Zahnrettungskonzeptes an den entsprechenden öffentlichen Einrichtungen wie u.a. Schulen, Bäder, KiTas, Sporteinrichtungen sowie die Anregung des Vorhandenseins einer Zahnrettungsbox in Zahnarztpraxen. Dazu kommt die sofortige Verfügbarkeit in Apotheken und die Präsenz in weiteren wichtigen Einrichtungen. Parallel hierzu verfolgt der Verein die Reduzierung von Zahnverletzungen durch eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit hinsichtlich einer entsprechenden Prävention (individueller Zahnschutz/Sportmundschutz) und entwickelt gemeinsam mit den entsprechenden Organisationen Lösungen für eine konkrete Umsetzung.

Unterstützt durch Hager & Werken gibt es inzwischen auch eine Notrufnummer für Zahnunfälle. Unter 01805/012 800 (€ 0,14/Min. aus dem Festnetz, Mobilfunk max. €0,42/Min.) können rund um die Uhr Fragen zum Thema Zahnunfall gestellt werden, vor allem die alles entscheidende Frage, in welcher Praxis oder Apotheke in der Nähe die Box sofort verfügbar ist. Praxen, die hier gelistet werden wollen, melden sich bitte bei info@zahnexperten24.de.

Die Zahnarztpraxis ist und bleibt allerdings ein Kernelement der Kampagne. Keine Frage: Eine SOS Zahnbox gehört in jede Praxis, nicht nur, um bei einem Zahnunfall außerhalb der Sprechzeiten Zeit zu gewinnen, sondern um den Zahn auch während der Behandlung perfekt zwischenzulagern. Viele Praxen arbeiten auch mit der Apotheke in Praxisnähe zusammen, in der die SOS Zahnbox entweder vorhanden oder kurzfristig verfügbar ist.

Jörg Knieper wird auch auf allen Fachdental-Ausstellungen für seine Aktion aktiv sein. „Schon heute gehen Tag für Tag Anfragen von Zahnärzten oder Zahntechnikern bei mir ein, die so etwas wie ein Pate der Kampagne in ihrer Stadt oder Region werden wollen. Dabei steht die gute Tat im Vordergrund, aber da immer die örtliche Presse mit eingeschaltet wird, stellt das Engagement auch eine nicht zu unterschätzende Imagekampagne für diese Zahnarztpraxis dar!“


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