Anzeige
Branchenmeldungen 19.06.2017

KZBV legt Gesamtstrategie Mundgesundheitskompetenz vor

KZBV legt Gesamtstrategie Mundgesundheitskompetenz vor

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hat heute in Berlin eine Gesamtstrategie der Vertragszahnärzteschaft zur Verbesserung der Mundgesundheitskompetenz in Deutschland vorgelegt. Damit bündelt und vertieft die KZBV bereits vorhandene Aktivitäten in diesem Bereich und richtet sie neu aus. Das Vorgehen ist Teil der bundesweiten "Allianz für Gesundheitskompetenz", die durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) initiiert wurde.

Zur Veröffentlichung der Gesamtstrategie sagte Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV: "Bei unserer Strategie legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf die Vermeidung frühkindlicher Karies, eine der häufigsten chronischen Erkrankungen im Kleinkind- und Vorschulalter. Eltern und Betreuer können für die Zahngesundheit der Kinder schon früh wichtige Weichen stellen. Daher ist es uns ein besonderes Anliegen, mit unserer Strategie in diesem wichtigen Versorgungsbereich zusätzliche Akzente zu setzen. Die Stärkung der Mundgesundheitskompetenz ist immer auch eine Investition in die Gesundheit nachfolgender Generationen."

Aktuelle Erkenntnisse zur Gesundheitskompetenz zeigen, dass mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland Schwierigkeiten hat, gesundheitsrelevante Informationen zu verstehen, zu verarbeiten und anzuwenden. Das breit verankerte Bewusstsein der Bevölkerung für die Bedeutung der Mundgesundheit ist ein gutes Bespiel dafür, wie die Stärkung von Gesundheitskompetenz zu einem insgesamt verbesserten Gesundheitszustand beitragen kann. So zeigt etwa die Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V), dass jedes zweite Kind und jeder dritte Erwachsene die Empfehlungen zur Mundpflege kennt. Hier wird deutlich, dass Patienten und Versicherte davon überzeugt sind, viel oder sehr viel für die Gesundheit der eigenen Zähne tun zu können.

Mit dem Strategiepapier Mundgesundheitskompetenz verfolgt die KZBV unter anderem das Ziel, relevante Informationen für Patienten zielgruppenorientiert und nutzerfreundlich zur Verfügung zu stellen. Die Mundgesundheitskompetenz soll gestärkt und die Eigenverantwortung für die Mundgesundheit unterstützt werden. "Bereits erzielte Erfolge im Kampf gegen die Karies zeigen, dass dieser Ansatz genau der richtige ist", sagte Eßer.

Inhalte der Gesamtstrategie der Vertragszahnärzte

Zu den Inhalten der Gesamtstrategie gehören unter anderem die Förderung des konkreten Kommunikations-, Informations- und Beratungsgeschehens in den Praxen, Überlegungen zur Stärkung der Mundgesundheitskompetenz in Planung und Evaluation der Versorgung, die Beteiligung von Patienten an der Gestaltung und Umsetzung von Gesundheitsinformationen, das Bereitstellen von Hilfsangeboten für bestimmte Zielgruppen, wie zum Beispiel Pflegebedürftige, sowie der leichte Zugang zu Gesundheitsleistungen und -informationen.

Die "Allianz für Gesundheitskompetenz"

Im Rahmen der "Allianz für Gesundheitskompetenz" haben Institutionen und Organisationen des Gesundheitswesens heute eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Neben der Gesamtstrategie Mundgesundheitskompetenz bringt sich die KZBV darüber hinaus mit Maßnahmen zur Vermeidung frühkindlicher Karies in die Allianz konkret ein. Diese Maßnahmen sind ein Schwerpunkt im Rahmen der Gesamtstrategie.

Quelle: KZBV

Foto: Kzenon - stock.adobe.com
BZÄK unterzeichnet Erklärung der „Allianz für Gesundheitskompetenz“

Um ihre (Mund-)Gesundheit zu erhalten, müssen Patienten selbst aktiv mitarbeiten. Dies kann aber nur gelingen, wenn sie umfassend informiert und aufgeklärt sind. Deshalb engagiert sich die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) in der „Allianz für Gesundheitskompetenz“. Deren erklärtes Ziel ist es, das Gesundheitswissen der Bürger zu stärken und sie darin zu unterstützen, zusammen mit (Zahn-)Ärzten und anderen Gesundheitsfachkräften gut informierte Entscheidungen zu treffen. Gemeinsam mit Vertretern anderer Spitzenorganisationen des deutschen Gesundheitswesens sowie Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel heute in Berlin die Gemeinsame Erklärung der Allianz unterzeichnet.

Die Mundgesundheitskompetenz der Patienten zu stärken und sie individuell zu beraten, sind mit die wichtigsten Aufgaben des Zahnarztes. Informierte, aufgeklärte Patienten können am meisten zu ihrer Mundgesundheit beitragen. Zu einer umfassenden Aufklärung des Patienten durch den Zahnarzt gehören neben Erläuterungen zur richtigen Mundpflege und zu möglichen Behandlungsalternativen auch Erklärungen des zahnärztlichen Versorgungssystems, z.B. zu Festzuschüssen und Eigenanteilen beim Zahnersatz. Die BZÄK bringt sich mit einem Projekt in die Allianz ein, das dabei helfen soll, die Kommunikation zwischen Zahnarzt und Patient zu verbessern. Es richtet sich hauptsächlich an Patienten mit niedriger Mundgesundheitskompetenz.

„Vom Säugling bis zum Senior setzen wir uns für die Mundgesundheit ein. Aufklärung und Beratung schaffen hier Vertrauen. Denn Mundgesundheit kann nur gemeinsam im Team aus Zahnarzt, Praxismitarbeitern und Patient entstehen. Das umzusetzen ist die gemeinsame Aufgabe der gesamten Zahnärzteschaft.

 

In der Allianz für Gesundheitskompetenz arbeiten wir mit allen wichtigen Partnern zusammen. Gemeinsam begleiten und unterstützen wir so unsere Patienten bei ihrer (Mund-)Gesundheit“, so BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel.

 

Quelle: Bundeszahnärztekammer

Mehr
Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper

Anzeige