Branchenmeldungen 16.07.2026

Parlamentarische Sommerpause: FVDZ fordert Praxisbesuche im Wahlkreis

FVDZ – Bürokratie, Fachkräftemangel und die Sicherung der wohnortnahen Versorgung stehen im Mittelpunkt einer bundesweiten Aktion des FVDZ während der parlamentarischen Sommerpause. Bundestagsabgeordnete sind eingeladen, Zahnarztpraxen in ihren Wahlkreisen zu besuchen und den Praxisalltag kennenzulernen. So können sie unmittelbar erleben, wie sich gesundheitspolitische Entscheidungen aus Berlin auf die Versorgung vor Ort auswirken.

Parlamentarische Sommerpause: FVDZ fordert Praxisbesuche im Wahlkreis

Foto: bunditinay – stock.adobe.com

Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) ruft die Abgeordneten zu Besuchen in Zahnarztpraxen ihrer Wahlkreise auf. Ziel ist ein direkter Einblick in die Versorgung vor Ort. „Zur Sommerpause gehören Bürgergespräche und Fototermine. Der FVDZ ergänzt dies um den Blick in die Zahnarztpraxis: Dort wird schnell deutlich, wo Versorgung unter Druck gerät und wie sich politische Entscheidungen im Praxisalltag auswirken. Denn wer Gesundheitspolitik gestalten will, sollte ihre Folgen sehen“, sagt der FVDZ-Bundesvorsitzende Dr. Christian Öttl.

Die Belastungen für Zahnarztpraxen nehmen weiter zu. Bürokratie, Fachkräftemangel und wirtschaftliche Unsicherheiten erschweren den Alltag. Gleichzeitig wird es besonders im ländlichen Raum immer schwieriger, Praxen an die nächste Generation zu übergeben und die wohnortnahe Versorgung langfristig zu sichern.

Bild von einem Quotenzeichen
„Viele Praxen fragen sich nicht mehr, wie sie wachsen, sondern wie lange sie unter den aktuellen Bedingungen noch verlässlich planen können“, sagt Öttl. „Wer gleichzeitig mehr Prävention, mehr Digitalisierung und eine flächendeckende Versorgung erwartet, darf die wirtschaftlichen Grundlagen der Praxen nicht weiter schwächen. Eine Vergütung unterhalb der Grundlohnsumme setzt aus Sicht des FVDZ das falsche Signal.“

Der FVDZ fordert spürbare Entlastungen von Bürokratie und warnt vor weiteren Eingriffen auf Kosten der ambulanten Versorgung. „Politik darf Versorgung nicht nur verwalten, sondern muss sie ermöglichen. Jede unnötige Dokumentationspflicht kostet Zeit für unsere Patientinnen und Patienten“, betont Öttl.

Zugleich warnt der Verband vor pauschalen Sparmaßnahmen in der Zahnmedizin. Prävention verhindert kostenintensive Folgeerkrankungen und entlastet das Gesundheitssystem.

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„Prävention wirkt. Die sechste Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS 6) belegt den Erfolg von frühzeitiger Vorsorge und wohnortnaher Versorgung“, so Öttl weiter. „Diese Erfolge sind kein Selbstläufer. Sie brauchen starke freiberuflich geführte Praxen, Planungssicherheit und verlässliche gesundheitspolitische Rahmenbedingungen.“

Der FVDZ appelliert daher an die Abgeordneten, die Sommerpause für einen Praxisbesuch im eigenen Wahlkreis zu nutzen. „Kommen Sie zu uns in die Praxis und machen Sie sich selbst ein Bild. Über Versorgung wird in Berlin entschieden, umgesetzt wird sie in den Zahnarztpraxen. Gesundheitspolitik braucht Realität statt Schreibtischperspektive“, fordert Öttl.

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