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Branchenmeldungen 25.07.2016

Parodontologie ist Teamarbeit – Kursreihe für das gesamte Praxisteam

Parodontologie ist Teamarbeit – Kursreihe für das gesamte Praxisteam

Aufgrund der hohen Zahl an Parodontalerkrankungen sowie einer Gesellschaft mit steigender Lebenserwartung ergibt sich ein enorm großer Handlungsbedarf sowohl zur Prävention und Therapie, aber auch zur Nachsorge dieser biofilmbasierten Erkrankung. Stand vor Jahren die resektive Therapie im Vordergrund, so ist heute ein antiinfektiöser Ansatz als zielgerichtete Therapie sehr viel schonender und die Patientenbedürfnisse nach Erhalt der eigenen Zähne und Ästhetik können deutlich besser berücksichtigt werden. Gerade hier zeigen sich die Attraktivität und die Herausforderungen der modernen Parodontologie.

Neben dem Basiskurs für Zahnärzte bietet die OEMUS MEDIA AG im Rahmen der Kursreihe „Parodontologische Behandlungskonzepte“ parallel einen Kompaktkurs für das zahnärztliche Prophylaxeteam an. Neben der Vermittlung von Fachwissen auf aktuellem wissenschaftlichen Niveau und der Vermittlung von klinisch umsetzbaren, praxisnahen Behandlungsmethoden wird vor allem die enge inhaltliche Verzahnung mit dem zahnärztlichen Kurs in den Vordergrund gerückt, um in Zukunft eine effizientere und strukturierte Zusammenarbeit im Praxisalltag zu ermöglichen. Start der Kursreihe ist am 30. September 2016 in München. Die Kurse finden darüber hinaus noch in Essen (11. November 2016) sowie im kommenden Jahr in Warnemünde und Leipzig statt.

Betreut wird der Intensivkurs von der erfahrenen Dentalhygienikerin Annkathrin Dohle aus Marburg. Durch ihre jahrelange Praxiserfahrung kennt sie den parodontologischen Praxisalltag in- und auswendig und wird im Folgenden den neuen Kompaktkurs für das zahnärztliche Prophylaxeteam kurz vorstellen:

Dieses Update in Prophylaxe und Parodontologie spricht ganz gezielt das Prophylaxeteam an. Inwieweit unterscheidet sich der Kurs von dem der Zahnärzte?

Das gesamte Team bildet sowohl in der Prophylaxe als auch in der Behandlung von parodontal erkrankten Patienten die rechte Hand des Zahnarztes und übernimmt in der Therapie somit eine tragende Rolle. Um in der Praxis ein strukturiertes, aber auch praktikables Parodontalkonzept umsetzen zu können, ist es von großer Wichtigkeit, dass der Zahnarzt und sein Prophylaxeteam nach einem einheitlichen Konzept behandeln. Dieses erhöht (anschließend) das gegenseitige Vertrauen im Team nach dem Motto: „Die rechte Hand weiß, was die linke Hand tut, und umgekehrt“, da spreche ich aus eigener Erfahrung. Gerade in diesem Punkt unterscheidet sich das Update von anderen Veranstaltungen. Der Zahnarzt und sein Team werden parallel nach einem einheitlichen System, aber mit unterschiedlichen Schwerpunkten upgedatet.

Sie arbeiten seit mehreren Jahren mit Herrn Prof. Dr. Auschill zusammen an der Phillips-Universität in Marburg. Wie unterteilen sich Ihre Themenbereiche in der Behandlung und inwiefern unterscheidet sich diese Fortbildung von den anderen zahlreichen Fortbildungsangeboten?

Während der Zahnarzt sein Hauptaugenmerk unter anderem auf die Diagnostik, die Reevaluation sowie die ergänzende Parodontaltherapie legt, findet sich das Aufgabengebiet des Prophylaxeteams im Wesentlichen in den vom Zahnarzt delegierbaren Bereichen wie den Vorbehandlungen, dem „Scaling and Rootplaning“ sowie der unterstützenden Parodontaltherapie, auch „UPT“ genannt, wieder. Hierzu zählt vor allem immer wieder die richtige Motivations- und Instruktionstechnik, um den Patienten im Umgang mit den häuslichen Reinigungsmitteln optimal zu coachen und durch regelmäßige Kontrollen den langfristigen Behandlungserfolg zu sichern.

Das Ziel dieses Kompaktkurses besteht darin, den Teilnehmern ein systematisches, praxisnahes und vor allem umsetzbares Konzept an die Hand zu geben, das nicht nur die Behandlungsabläufe sowie das Zeitmanagement vereinfacht, sondern zudem mit aktuellen wissenschaftlichen Daten und Fakten belegt ist. Der Kurs dient der Aktualisierung, der Vergegenwärtigung sowie der Vertiefung von neusten Erkenntnissen und Verfahren.

Dem Fortbildungsflyer ist zu entnehmen, dass Sie mit der neuen Kursreihe neben dem bereits qualifizierten Praxispersonal (DH, ZMF, ZMP) auch die Zahnmedizinischen Fachangestellten ohne Fortbildungskenntnisse ansprechen möchten. Ist das richtig?

Das ist richtig. Es wird eine Fortbildung auf hohem fachlichem Niveau, die auch gezielt fortbildungsinteressierte Zahnmedizinische Fachangestellte anspricht. Gerade im zahnmedizinischen Bereich ist es von großer Relevanz, sich weiterzuentwickeln und fortzubilden. Um das enorme Potenzial dieses Fachbereiches zu erkennen, muss man sich vor Augen führen, dass mehr als die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland an einer Parodontitis erkrankt sind. Wir sprechen hier schon nahezu von einer Volkskrankheit.

Der Markt braucht daher dringend Nachwuchs im Bereich der Prophylaxe und Parodontologie. Für Fortbildungsinteressierte ist das Update ideal, um zukünftig nach einem einheitlichen Konzept das herausfordernde Feld der parodontalen Erkrankung zu meistern.

Warum ist Prophylaxe in der zahnärztlichen Praxis nicht gleich Prophylaxe und wieso erachten Sie als Dentalhygienikerin ein Update für das Prophylaxeteam als notwendig?

In der zahnärztlichen Praxis von heute geht es schon lange nicht mehr nur darum, Zähne zu „reparieren“, vielmehr steht die Prävention und somit das rechtzeitige Erkennen und Aufweisen von Krankheitsrisiken im Vordergrund. Es ist bekannt, dass chronisch bakterielle Entzündungen wie z.B. die Parodontitis nicht nur zu Zahnverlust führen können, sondern auch das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle oder systemische Erkrankungen wie den Diabetes mellitus begünstigen.

Schaut man sich die Abläufe verschiedener Praxen an, wird schnell deutlich, dass es in den einzelnen Betrieben sehr unterschiedliche „Konzepte“ in Durchführung und Organisation von Prophylaxesitzungen und Parodontitistherapien gibt. Der enorme Vorteil dieser Fortbildungsreihe ist, dass Chef und Team das gleiche Konzept erarbeiten und dieses dann schnell den eigenen Bedürfnissen anpassen können. Mit diesem hochwertigen Gesundheitskonzept wird die Praxis noch mehr zu einer Mundgesundheitspraxis und der Patient geht mit einem gestärkten Bewusstsein für seine Erkrankung und mit einem geschulten Wissensstand für die Herausforderung im Bezug auf die eigene Mundgesundheit nach Hause. Es resultiert eine wirkungsvolle und effiziente Leistungskette im Team Zahnarzt/Prophylaxekraft und Patient.

Information:

OEMUS MEDIA AG
Holbeinstraße 29
04229 Leipzig
Tel.: 0341 48474-308
Fax: 0341 48474-290
E-Mail: event@oemus-media.de
www.oemus.com
www.paro-seminar.de

Foto: © OEMUS MEDIA AG
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