Branchenmeldungen 07.04.2026

Reciproc® Minima: Ein-Feilen-Lösung für anspruchsvolle Kanalformen

DENTSPLY SIRONA – Dentsply Sirona erweitert sein Portfolio an Reciproc-Feilen um ein neues System, das speziell für enge und schwierige Kanalformen entwickelt wurde: Reciproc® Minima. Dank ihres schlanken Designs ermöglicht sie die Behandlung einer Vielzahl von Kanalformen, insbesondere solcher, die eng, stark gekrümmt oder teilweise kalzifiziert sind – in den meisten Fällen ohne vorherige Sondierung oder Vorbereitung des Gleitpfads. Reciproc® Minima erweitert somit die Möglichkeiten der Aufbereitung mit einer einzigen Endo-Feile.

 
Reciproc® Minima: Ein-Feilen-Lösung für anspruchsvolle Kanalformen

Foto: Dentsply Sirona

Im Jahr 2011 brachte VDW, eine Marke von Dentsply Sirona, Reciproc® auf den Markt und revolutionierte damit die Wurzelkanalbehandlung: Nur ein einziges mechanisches Instrument, das in einer reziproken Bewegung eingesetzt wird, ohne Sondierung und ohne Gleitpfad. Dieses Konzept markierte einen Paradigmenwechsel in der Endodontie. Seitdem wurde Reciproc® durch mehr als 650 wissenschaftliche Studien1 untermauert. Dazu gehört auch eine klinische Studie an 14.233 endodontisch behandelten Zähnen mit einer Nachbeobachtungszeit von 5 bis 10 Jahren, in der das Protokoll mit Reciproc® im Vergleich zu den anderen Protokollen um 30–40 % höhere Zahnerhaltungsraten erzielte.2 Mit dieser umfangreichen Datenbasis ist Reciproc® eines der am besten erforschten und evidenzbasierten Endodontie-Feilensysteme, die heute verfügbar sind. Reciproc® Blue, eine wärmebehandelte Feilenlösung, die designt wurde, um die Flexibilität und die Beständigkeit gegen zyklische Ermüdung zu verbessern, wurde 2016 eingeführt. Dieses Konzept wird nun um ein neues Mitglied der Familie erweitert: Reciproc® Minima, ein Endodontie-Feilensystem, das speziell für enge und anspruchsvollere Kanal-Anatomien entwickelt wurde.

Schlank für anspruchsvolle Fälle

Reciproc® Minima knüpft an die Reciproc®-Tradition der Ein-Feilen-Endodontie an und bietet eine unkomplizierte Lösung für anspruchsvolle Fälle. Aufgrund des neuen Feilendesigns ermöglicht Reciproc® Minima die Aufbereitung von noch mehr Kanalformen als bisher, ohne dass eine Vorerkundung oder die Vorbereitung eines Gleitpfads erforderlich ist.

Reciproc® Minima verfügt über dieselbe blaue Wärmebehandlung wie Reciproc® Blue und hat den typischen Reciproc® S-förmigen Querschnitt. Im Vergleich zur bestehenden Reciproc®-Produktfamilie verfügt Reciproc® Minima jedoch über einen dünneren Draht mit einem maximalen Außendurchmesser der Schneidrillen von 0,77 mm, hat einen geringere Konizität von 9,5 mm für eine verbesserte Zugänglichkeit und ist in den Größen R20, R25, R35 und R45 sowie in den Längen 21 mm, 25 mm und 31 mm erhältlich. Die Feilenlösung wird mit passenden Papierspitzen und ConformFit-Guttapercha-Spitzen geliefert.

Diese Eigenschaften machen Reciproc® Minima zu einem echten Präzisionsinstrument: schlank, wendig und daher besonders geeignet für schwierige anatomische Verhältnisse, z. B. bei engen, stark gekrümmten oder teilweise kalzifizierten Kanälen.

Zeitsparend

Der S-förmige Querschnitt sorgt aufgrund seiner speziellen Konstruktion für ein gleichmäßiges Schneidverhalten und eine effiziente Aufbereitung, was im Vergleich zu konventionellen Verfahren Zeit spart. Das System ist zudem einfach in der Anwendung und leicht zu erlernen, was im Vergleich zu rotierenden NiTi-Systemen zu einer Verringerung potenzieller Verfahrensfehler führt.3 Alle Feilen wurden einer Wärmebehandlung nach dem Schliff unterzogen, um im Vergleich zu nicht wärmebehandelten Instrumenten eine höhere Flexibilität und Ermüdungsfestigkeit zu erzielen.4

Die Materialeigenschaften verbessern die Flexibilität und die Resistenz gegen Aufdrehen oder Fraktur der Reciproc® Minima-Instrumente und ermöglichen so die korrekte Behandlung enger und anspruchsvoller Kanäle.

Reciproc® Minima wurde von Prof. Gustavo de Deus von der Bundesuniversität Fluminense (UFF) in Niterói (Brasilien) und Prof. Ghassan Yared aus Toronto (Kanada), dem Erfinder der Reciproc®-Feile, entwickelt. De Deus erklärt: „Es ist wichtig, dass wir die endodontische Behandlung kontinuierlich weiterentwickeln, um die Erfolgsraten kontinuierlich zu verbessern. Wir untersuchen Reciproc® Minima derzeit in mehreren Studien und stellen fest, dass diese Feilen im Vergleich zu anderen das Erreichen der Arbeitslänge ohne vorheriges Sondieren oder Anlegen eines Gleitpfads deutlich verbessern.“5,6

Dr. Marc Habib, ein renommierter Endo-Spezialist aus dem Libanon, hatte bereits Gelegenheit, die neue Feile in der Praxis zu testen: „Ich bin mit Reciproc®-Feilen vertraut und erlebe die hohe Effizienz von Reciproc® Minima in sehr engen Kanälen – insbesondere, weil sich Dentin gut erhalten lässt und sich eine warme vertikale Kompaktionsobturation zuverlässig durchführen lässt. Die Eigenschaften der Feile zahlen sich wirklich aus.“

„Mit der Entwicklung dieser Feile demonstriert das Unternehmen einmal mehr, wie Innovation und klinischer Nutzen Hand in Hand gehen“, erklärt Arjan de Roy, Group Vice President Endodontics bei Dentsply Sirona. „Sie ermöglicht es Zahnärzten, selbst schwierige Kanäle mit einem einfachen Ein-Feilen-System effizient aufzubereiten – sicher und zuverlässig.“

Mit der Einführung von Reciproc® Minima unterstreicht Dentsply Sirona sein Engagement, durch evidenzbasierte endodontische Lösungen, strenge Qualitätsstandards und eine langjährige Tradition wegweisender Innovationen ein vertrauenswürdiger Partner für Zahnärzte weltweit zu sein.

Mehr Informationen zu Reciproc Minima

[1] Anzahl der Veröffentlichungen zur Reciproc®-Familie aus PubMed (Schlüsselwörter: Reciproc (Titel/Abstract), Stand: 30. Juni 2023)
[2] Elmaasarawi A, Mekhemar M, Bartols A. Influence of different endodontic treatment protocols on tooth survival: A retrospective cohort study with multistate analysis and group balancing. Int Endod J. 2025 Jun 13. doi: 10.1111/iej.14271. Epub ahead of print. PMID: 40509940
[3] Es werden weniger Feilen in der klinischen Sequenz verwendet, die Auswahl der geeigneten Feile für jeden Fall ist einfach, und es ist keine Änderung der Motoreinstellungen erforderlich.
[4] Chan, W.S., K. Gulati und O.A. Peters, Advancing Nitinol: From heat treatment to surface functionalization
[5] Laufende Studie (CRE 24-04) „The Influence of Operator Experience in the Performance and Fracture Rate of Minima Instruments“ Prof. De-Deus, Fluminense Federal University (Brazil). Interne Daten liegen vor.
[6] Laufende Studie (CRE 24-12) „Performance and fracture rate in MB2 canals” Prof DeDeus, University Federal Fluminense. Interne Daten liegen vor.

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