Wissenschaft und Forschung 12.06.2026
Studie untersucht Zusammenhang: Scheinfasten kann Zahnfleischentzündungen senken
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An der Untersuchung nahmen 28 Patienten mit Parodontitis teil, die in mehreren Krankenhäusern in Spanien behandelt wurden. Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Während die Kontrollgruppe ihre gewohnten Ernährungsgewohnheiten beibehielt, absolvierte die Interventionsgruppe innerhalb von sechs Monaten drei Zyklen einer fünftägigen fastenähnlichen Diät. Dabei lag die tägliche Energiezufuhr an den ersten beiden Tagen bei rund 1.100 Kilokalorien, gefolgt von drei Tagen mit jeweils 750 Kilokalorien. Anschließend erfolgte schrittweise die Rückkehr zur normalen Ernährung.
Nach sechs Monaten analysierten die Forschenden Blutproben sowie Sulkusflüssigkeit aus dem Bereich zwischen Zahn und Zahnfleisch. In beiden Probenarten fanden sich bei den Teilnehmern der Fastengruppe geringere Konzentrationen entzündungsassoziierter Marker als in der Kontrollgruppe. Dazu gehörten unter anderem niedrigere Werte des C-reaktiven Proteins (CRP), das als allgemeiner Marker für Entzündungsprozesse im Körper gilt.
Auch im Zahnfleisch selbst ließen sich reduzierte Konzentrationen verschiedener entzündungsfördernder Moleküle nachweisen. Die Autoren führen dies unter anderem auf eine mögliche Verringerung von oxidativem Stress zurück. Zudem wird diskutiert, ob Veränderungen des Mikrobioms zu den beobachteten Effekten beitragen könnten.
„Unsere Studie legt nahe, dass Veränderungen des Lebensstils neben einer guten Mundhygiene für Patienten relevant sein könnten“, wird Erstautor Dr. Giuseppe Mainas vom King's College London in einer Mitteilung der Universität zitiert.
Die Wissenschaftler weisen zugleich darauf hin, dass die Untersuchung mit einer vergleichsweise kleinen Teilnehmerzahl durchgeführt wurde. Größere Studien sollen nun klären, ob sich die beobachteten Veränderungen bestätigen lassen und welche Patientengruppen von entsprechenden Ernährungsansätzen profitieren könnten.