Branchenmeldungen 19.08.2026
Schichtbeginn bei Mondschein: Die Zahnfee feiert am 22. August ihren Ehrentag
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Es gibt Berufe, die beginnen morgens um acht, andere erst nach Sonnenuntergang. Die Zahnfee gehört zweifellos zur zweiten Kategorie. Während der Rest der Welt schläft, tritt sie ihren Dienst an, sammelt fleißig Milchzähne ein, hinterlässt kleine Überraschungen und verschwindet wieder, noch bevor der Wecker in den Kinderzimmern dieser Welt klingelt. Dass sie dabei seit Generationen zuverlässig arbeitet, ohne Tarifvertrag, Arbeitszeitkonto oder Gehaltsabrechnung, scheint sie herzlich wenig zu stören. Die Wechselkurse unterscheiden sich zwar von Familie zu Familie, das Grundprinzip aber ist seit Generationen erstaunlich stabil.
Der 22. August gehört deshalb ausnahmsweise einmal nicht den Zähnen, sondern ihrer wohl bekanntesten Botin. Denn während Zahnärzte sich um das kümmern, was im Mund bleibt, interessiert sich die Zahnfee ausschließlich für das, was ihn gerade verlassen hat. Und vielleicht liegt genau darin ihr Zauber. Sie begleitet den Übergang vom Milchzahn zum bleibenden Gebiss mit einer Portion Magie und macht aus einem Wackelzahn ein kleines Abenteuer, aus einer Zahnlücke einen Grund zum Stolz und aus einem ganz gewöhnlichen Milchzahn eine Erinnerung, die viele Familien noch Jahre später mit einem Lächeln erzählen. Und falls doch einmal ein Milchzahn liegen bleibt, herrschte in der Nachtschicht vermutlich einfach zu viel Betrieb, schließlich haben Wackelzähne keinen Terminkalender.