Branchenmeldungen 27.05.2026

Kinderzahnärztin beantwortet seit Jahren E-Mails an die Zahnfee



Wer kleine Kinder hat, kennt diese Mischung aus Stolz, Aufregung und manchmal auch ein bisschen Drama ziemlich gut. Da wird von den einen tagelang jeder Millimeter Bewegung beobachtet, andere erschrecken sich über Blut oder haben Sorge, dass die Zahnfee den Zahn nicht findet, wenn er nachts verloren geht.

Kinderzahnärztin beantwortet seit Jahren E-Mails an die Zahnfee

Foto: SYMBOLBILD WHstudio Leushin N; Ivan – stock.adobe.com

In Seattle beantwortet die Kinderzahnärztin Purva Merchant genau solche Nachrichten seit vielen Jahren per E-Mail. Wie der SPIEGEL berichtet, schreiben Kinder und Eltern an eine Mailadresse mit dem Namen „tooth fairy“, die Merchant ursprünglich privat nutzte. Obwohl die Adresse nie öffentlich gemacht wurde, landeten dort mit der Zeit immer mehr Nachrichten rund um Wackelzähne, verlorene Milchzähne oder vergessene Besuche der Zahnfee.

Mittlerweile habe Merchant mehrere Tausend E-Mails beantwortet. Die Nachrichten fallen oft kurz aus, manchmal aufgeregt, manchmal enttäuscht. Gefragt wird etwa, ob die Zahnfee auch kommt, wenn ein Zahn verloren gegangen ist oder versehentlich verschluckt wurde. Merchant antwortet knapp, freundlich und kindgerecht. Für die Kinderzahnärztin steckt dahinter weniger eine Fantasiegeschichte als vielmehr ein Ritual, das Kindern den Umgang mit Veränderung erleichtern kann. Rund um Milchzähne existieren weltweit unterschiedliche Traditionen. Während in den USA häufig kleine Geschenke unter dem Kopfkissen liegen, werden die Zähne in anderen Ländern vergraben, aufs Dach geworfen oder symbolisch weitergegeben.

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