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Branchenmeldungen 21.02.2011

Senioren-Zahnmedizin gewinnt an Bedeutung

Senioren-Zahnmedizin gewinnt an Bedeutung

Demografischer Wandel – Herausforderung auch für Zahnmedizin

Kuratorium perfekter Zahnersatz beruft Professorin für Seniorenzahnmedizin in wissenschaftlichen Beirat


Der Anteil der Senioren an der Gesamtbevölkerung wächst kontinuierlich. Zahnmedizin und Zahntechnik sind daher gefragt, sich verstärkt auf die Bedürfnisse von älteren Patienten einzustellen. Das Kuratorium perfekter Zahnersatz (KpZ) hat diese Entwicklung erkannt und beruft mit Professorin Ina Nitschke, Master of Public Health (MPH), eine ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet der Seniorenzahnmedizin in seinen wissenschaftlichen Beirat.

„Die Deutschen werden immer älter – in Zukunft sehen wir daher eine der Schlüsselaufgaben der Zahnmedizin in der Erhaltung von Mundgesundheit und Funktion auch im hohen Alter“, erläutert der Leiter des wissenschaftlichen Beirates des KpZ, Professor Hans-Christoph Lauer, die Berufung von Professorin Ina Nitschke aus Berlin.

„Terminvereinbarung, Anfahrtsweg, Wartezeit: Für viele Senioren wird mit Zunahme der Gebrechlichkeit der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt beschwerlicher. Die Zähne werden dann schnell vernachlässigt.“, so Professorin Nitschke, die auch Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin ist. Oftmals würde dabei aber übersehen, dass gesunde Zähne einen wesentlichen Beitrag zum allgemeinen Wohlbefinden leisten. Um die Mundgesundheit und die damit verbundene Lebensqualität trotzdem zu bewahren, sei es notwendig, dass ältere Mitmenschen einen guten Zugang sowohl zu Präventionsleistungen als auch zur Versorgung mit Füllungen und Zahnersatz haben.

„Weil sich die Alterstruktur der Gesellschaft deutlich verschieben wird, muss sich auch das zahnärztliche und zahntechnische Anforderungsprofil verändern“, bestätigt auch Professor Lauer. Er erklärt: „Das Kuratorium will sowohl die breite Öffentlichkeit als auch Zahnärzte und Zahntechniker für die Bedürfnisse älterer Patienten sensibilisieren. Wir freuen uns daher besonders, dass wir in unserem Beirat nun von den Erfahrungen und Kenntnissen Frau Professorin Nitschkes profitieren können.“

Expertin auf dem Gebiet der Seniorenzahnmedizin

Professorin Nitschke arbeitete zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn als wissenschaftliche Mitarbeiterin und wissenschaftliche Assistentin in der Abteilung für Klinische Prothetik an der Freien Universität in Berlin. Die Seniorenzahnmedizin stand für sie schon früh im Mittelpunkt ihres Schaffens: So war sie bereits 1990 eines der Gründungsmitglieder des Arbeitskreises für Gerostomatologie e. V. (AKG), aus dem die Deutsche Gesellschaft für Alterszahnmedizin (DGAZ) hervorging. Seit 2003 ist Professorin Nitschke Präsidentin der DGAZ. Nach einem Aufenthalt 1993 in den Abteilungen für Alterszahnmedizin der Universitäten von Kansas, Denver und Iowa City folgten wissenschaftliche Tätigkeiten an der Humboldt-Universität Berlin und der Universität Leipzig.

Seit dem Jahr 2000 ist Professorin Ina Nitschke Leiterin des Bereiches Seniorenzahnmedizin der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde, Universität Leipzig, und entschloss sich 2004, ihre Qualifikation noch durch den Master of Public Health an der Freien Universität zu ergänzen. Ein Jahr nach ihrer Habilitation, die sie 2005 abschloss, übernahm sie die Leitung der Klinik für Alters- und Behindertenzahnmedizin am Zentrum für Zahn-, Mund-, und Kieferheilkunde der Universität Zürich und ist seit 2009 zudem Inhaberin einer außerplanmäßigen Professur an der Universität Leipzig.

Trotz ihrer zahlreichen Verpflichtungen freut sich Professorin Nitschke, die auch eine Zahntechnikerausbildung abgeschlossen hat, auf die Arbeit im wissenschaftlichen Beirat des Kuratoriums: „Seit vielen Jahren gelingt es dem KpZ, zahnmedizinische und zahntechnische Themen so aufzuarbeiten, dass auch Laien die teilweise sehr komplexen Themen verstehen. Und das, ohne das Niveau zu verflachen. Ich möchte gerne dazu beitragen, die Öffentlichkeit weiter über die Bedeutung von qualitativ hochwertigem Zahnersatz aufzuklären – gerade im Hinblick auf die Bewahrung von Lebensqualität im hohen Alter“, erklärt die Professorin ihr Engagement.

Hoher Beratungsbedarf

Wie wichtig es ist, dass das Kuratorium seine Aufklärungsarbeit fortsetzt, bestätigt Dr. Karin Uphoff, Leiterin der Marburger Pressestelle: „Mit steigender Anzahl von Materialien und Versorgungsmöglichkeiten wächst auch die Unsicherheit bei den Patienten.“ Das zeigten die vielen Anfragen, die postalisch, telefonisch oder per Mail beim Kuratorium perfekter Zahnersatz eingehen. Betroffen seien vor allem ältere Patienten, die die Ausführungen ihres Zahnarztes oftmals nicht verstehen oder sich nicht trauen, Nachfragen zu stellen. Dem wissenschaftlichen Beirat, der sich mit der Berufung von Professorin Nitschke nun aus insgesamt sechs Experten aus Zahntechnik und Zahnmedizin zusammensetzt, kommt gerade bei der Beantwortung dieser Fragen eine hohe Bedeutung zu. „Zudem garantiert der wissenschaftliche Beirat den ständigen Austausch der Systempartner Zahnarzt und Zahntechniker“, so Professor Hans-Christoph Lauer.
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Offizielle Einführung von Professorin Ina Nitschke

Ihren ersten offiziellen Termin als Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des KpZ nimmt Professorin Ina Nitschke im Rahmen der diesjährigen KpZ-Pressekonferenz in Hamburg wahr. Mit dem Vortrag zum Thema „Seniorenzahnmedizin: Lebensqualität bis ins hohe Alter“ gibt sie Journalisten und Pressevertretern einen Einblick in ihr Spezialgebiet.
Die Pressekonferenz des Kuratoriums perfekter Zahnersatz findet am Donnerstag, 30. September im Hamburger Traditionslabor Böger Zahntechnik statt. Das ausführliche Programm finden Journalisten und Pressevertreter unter www.zahnersatz-spezial.de. Die Unterlagen können darüber hinaus per E-Mail angefordert werden. Anfragen an pressestelle@kuratorium-perfekter-zahnersatz.de.

Foto: © Shutterstock.com

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