Branchenmeldungen 20.03.2026
Split-Prothesen-Workflow in exocad DentalCAD 3.3 Chemnitz
Bei der Arbeit mit All-on-X-Vollbogenbrücken teilt die Software das Design jetzt in zwei exakt passende Komponenten auf. Wie dieser neue Workflow funktioniert, demonstriert exocad Anwendungsspezialistin und Zahntechnikerin Patricia Moreno Gil und gibt Anwendern einige praktische Tipps.
Der Split-Prothesen-Workflow gehört für viele Dentallabore zur Routine im täglichen Arbeitsablauf. Er wird sowohl für die Rehabilitation des gesamten Zahnbogens als auch für Teilversorgungen, darunter Brücken mit mehreren Pontics, eingesetzt. Mit dem neuen Release DentalCAD 3.3 Chemnitz ist der Split-Prothesen-Prozess jetzt deutlich einfacher. Ein wesentlicher Vorteil: Die neuen Funktionen sind direkt in DentalDB integriert. So können die Anwender weiterhin mit dem vertrauten Bar Module und Implant Module arbeiten.
Intuitiv für alle Anwender, vom Einsteiger bis zum Profi
Das Split-Prothesen-Feature kann von allen Anwendern genutzt werden, vom Einsteiger bis zum erfahrenen Zahntechniker. Dank des geführten Wizard-Workflows ist der gesamte Prozess sehr intuitiv. Der Designprozess folgt einem rückwärts gerichteten Planungsansatz, der mit dem Design der finalen Restauration beginnt. Anschließend kann das Design segmentiert und die Substruktur durch Anwendung der entsprechenden Anpassungsparameter auf beide Komponenten generiert werden.
Der Split-Prothesen-Workflow im Detail
Zunächst wird der Fall in DentalDB angelegt. Dazu gehören auch die Parameter und Optionen für die Suprastruktur. Bereits hier sehen die Anwender die neue Option „Steg designen?“. Durch Anklicken von „Ja, im Wizard“ (Abb. 1) werden sie im späteren Designprozess automatisch in den Split-Prothesen-Workflow geführt. Wenn die Anwender den Workflow zunächst nicht aktivieren, können sie dies auch später über die Option „Stegdesign“ im Expertenmodus tun.
Beim Anlegen des Falls in DentalDB können die Anwender zudem bereits die Parameter für das Stegdesign auswählen, etwa das Stegmaterial. Andere Parameter, wie „Mindeststärke“ oder „Zementspaltstärke“, können hier ebenfalls festgelegt und später im Workflow noch angepasst werden. Alle in dieser Phase gesetzten Parameter und Optionen können gespeichert werden, was die Bearbeitung zukünftiger Fälle mit gleicher Indikation erleichtert.
Nach dem Design der Suprastruktur, zu der Zähne und Gingiva gehören, folgt das Stegdesign. Hierfür bietet die Software zahlreiche Optionen. Neu in diesem Release ist die Registerkarte „Trennen“ im Stegdesign-Schritt (Abb. 2).
Der Anwender legt lediglich die Trennkurve (Abb. 3) fest, die angibt, an welcher Stelle die Struktur geteilt wird. Anschließend kann aus verschiedenen Optionen zur Steganpassung gewählt werden (Abb. 4). Danach können die Anwender die Parameter anpassen, die Form und Abstand zwischen den beiden Komponenten steuern (Abb. 5). Mit einem Klick auf „Anwenden“ trennt die Software den Steg innerhalb weniger Sekunden automatisch von der Suprastruktur (Abb. 6). Der Steg und die angepasste Suprastruktur können anschließend freigeformt werden (Abb. 7&8).
Warum sich der Workflow lohnt
Präzise Passform: Der Steg und seine Suprastruktur passen exakt zusammen. Im Split-Prothesen-Workflow lässt sich dies leicht überprüfen, da DentalCAD 3.3 Chemnitz verschiedene Parameter zur Strukturaufteilung bietet. Diese ermöglichen eine feinere Einstellung und verbessern die Passivität.
Vorteile dieses Restaurationstyps: Durch die Kombination der Strukturen bleiben die ästhetischen Vorteile von Zirkon und Keramik erhalten. Gleichzeitig wird die Spannung auf Zirkon und Keramik reduziert, da ein Metallsteg eine höhere Stabilität und einen besseren passiven Sitz bietet.
Zuverlässige Ästhetik bei vielfältigen Materialien: Das Stegdesign als Teil des Split-Prothesen-Workflows verstärkt und stabilisiert die Struktur, ohne die Ästhetik zu beeinträchtigen. Dies gelingt durch die Steuerung der Parameter für Steg und Suprastruktur innerhalb desselben Workflows, mit Möglichkeiten zur Feinjustierung und Anpassung nach Bedarf. Im Split-Prothesen-Workflow können eine Vielzahl von Materialien genutzt werden, von Kompositen und Keramikkompositen bis hin zu Zirkon. Dasselbe gilt für die Substruktur, die aus Metall (z. B. Titan) oder anderen Materialien wie PEEK, insbesondere in metallfreien Restaurationen, bestehen kann.
Auch ältere Restaurationen profitieren
Wissenswert: Der Split-Prothesen-Workflow in DentalCAD kann auch zur Verstärkung bestehender Restaurationen genutzt werden. Anwender können ältere Restaurationen in die Software importieren und diese mithilfe der Segmentierung in zwei Teile aufteilen (Abb. 9).
Das Wichtigste auf einen Blick
Der Split-Prothesen-Workflow ist effizient, präzise und vollständig in die exocad Umgebung integriert. Er lässt sich somit problemlos mit anderen Restaurationstypen kombinieren, etwa mit zementierten Kronen und Brücken.
Patricias Expertentipp
Ich empfehle allen Anwendern, den neuen Split-Prothesen-Workflow in DentalCAD auszuprobieren. Er ist innovativ und bietet zahlreiche Vorteile. Er eignet sich nicht nur für implantatgetragene Vollbogenprothesen, sondern verbessert generell die Stabilität von Strukturen, indem er diese ohne ästhetische Einbußen verstärkt.
Die exocad Wiki-Seite Bar Module Split Bar - exocad bietet detaillierte Erklärungen der einzelnen Arbeitsschritte und Parameter. Ich empfehle auf jeden Fall, einen Blick darauf zu werfen. Die Seite ist auch direkt über das Fragezeichen-Symbol im entsprechenden Wizard-Schritt erreichbar.
Generell bietet exocad viele Ressourcen zum Lernen: die Wiki-Seite, unseren YouTube-Kanal und personalisierte Schulungen. Probieren Sie es einfach aus.