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Branchenmeldungen 05.07.2013

Wen würden Sie wählen, wenn heute Bundestagswahl wäre?

Wen würden Sie wählen, wenn heute Bundestagswahl wäre?

Am 22. September ist Bundestagswahl. Längst hat der Kampf um die Gunst der Wählerstimmen begonnen. „Gemeinsam erfolgreich für Deutschland“ will die eine Partei sein, „100% sozial“ die andere, ein „Bürgerprogramm“ hat die dritte. Ob außerdem „DAS WIR ENTSCHEIDET“ oder „Zeit für den grünen Wandel“ ist – darüber stimmen am Wahlsonntag insgesamt knapp 62 Millionen Wahlberechtigte ab.

Wählen Sie schon heute – das ZWP online Wahlbarometer ist freigeschaltet. Mit einem Klick können Sie Ihrer Stimme Gewicht verleihen und die Wahltendenzen aktuell verfolgen. Die wichtigsten Infos zur Gesundheitspolitik der größten Parteien finden Sie hier (Quelle: www.bundestagswahl-bw.de):

CDU/CSU

CDU und CSU wollen am bisherigen Gesundheitssystem mit gesetzlichen und privaten Krankenkassen festhalten. Das Konzept einer Bürgerversicherung lehnen sie ab. Aus ihrer Sicht sind die privaten Krankenversicherungen unverzichtbarer Bestandteil des Gesundheitssystems, und zwar sowohl als Voll- wie auch als Zusatzversicherung. Ziel der Gesundheitspolitik ist es, das Gesundheitssystem fortzuentwickeln und so den Menschen in Deutschland weiterhin eine flächendeckende medizinische Versorgung auf hohem Niveau zu ermöglichen.

SPD

Die Sozialdemokraten erklären in ihrem Wahlprogramm, dass sie Gesundheit und Pflege wieder zu Kernaufgabe des Sozialstaats machen wollen. Ihre Gesundheitspolitik soll die Zweiklassenmedizin beenden und dafür sorgen, dass alle am medizinischen Fortschritt teilnehmen können. Gelingen soll das durch die Einführung einer sogenannten Bürgerversicherung als Krankenvoll- und Pflegeversicherung. Dieses Konzept sieht vor, dass zukünftig alle Bürgerinnen und Bürger in Bürgerversicherungen versichert sind. Damit soll auf lange Sicht die Trennung zwischen privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen aufgehoben werden.

FDP

Die FDP sieht sich als die Verfechterin eines freiheitlichen Gesundheitssystems, das Solidarität und Eigenverantwortung verbindet. So sollen die Menschen weiterhin frei die Krankenversicherung, den Arzt und das Krankenhaus wählen können. Zu dieser Wahlfreiheit gehören für die Liberalen auch starke private Krankenversicherungen. Eine Bürgerversicherung lehnen sie klar ab. Dafür wollen sie im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung die Budgetmedizin abschaffen und dafür das Kostenerstattungsprinzip einführen. Die Arztrechnungen bezahlt zunächst der Patient selbst und reicht sie anschließend bei der Krankenkasse ein. „Eine Politik der Budgetierung“ lehnt die FDP ab.

Die Linke

Die Linke will sich für mehr Solidarität und Qualität in der Gesundheitsversorgung einsetzen und die „Zweiklassenmedizin“ beenden, und zwar durch die „solidarische Bürgerinnen- und Bürgerversicherung.“ Alle Bürger sollen dort versichert und gleich gut versorgt werden. Private Versicherungen sollen bis auf das Angebot von Zusatzleistungen abgeschafft werden.

Durch das Konzept der „solidarischen Bürgerinnen- und Bürgerversicherung“ soll der Beitragssatz zur Krankenversicherung auf Jahre hinaus konstant bei etwas über zehn Prozent des Einkommens gehalten werden können. Die Krankenkasse soll alle medizinisch notwendigen Leistungen bezahlen. Bei den Arzneimittelpreisen will Die Linke eine effektive Begrenzung erreichen. Darüber hinaus soll es eine Positivliste geben: „Alle sinnvollen Medikamente müssen vollständig erstattet werden.“

Bündnis 90/Die Grünen

Die Grünen wollen sowohl im Gesundheitswesen mehr Solidarität und eine solidere Finanzierung. Ihre Lösung ist die sogenannte grüne Kranken-Bürgerversicherung. Diese soll keine Einheitsversicherung sein. Sowohl gesetzliche als auch private Versicherungen sollen Bürgerversicherungen anbieten. Allerdings soll es eine gemeinsame Honorarordnung geben. Die Versicherten sollen ihre Versicherung frei wählen können. Um ein regionales Versorgungsnetz zu erreichen, soll ein einheitliches Vergütungssystem für alle fachärztlichen Leistungen geschaffen werden.

Die kompletten Parteiprogramme zur Gesundheitspolitik finden Sie hier.

Foto: © VRD – Fotolia.com
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