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Branchenmeldungen 21.02.2011

Zum Bohren in die Box

Zum Bohren in die Box

Studenten ziehen Zähne und passen Prothesen an – das klingt erst mal unheimlich. Doch in der Frankfurter Uni-Zahnklinik wird auf Qualität geachtet, und die Patienten können Geld sparen. Und: „Haftpflichtfälle sind extrem selten.“

Es könnte auch ein Großraumbüro sein. Von der Decke fällt fahles Röhrenlicht auf 80 Arbeitsplätze. Brusthohe Trennwände sorgen für eine Andeutung von Privatsphäre in den Boxen - so werden die einzelnen Abteile genannt. Nur die Möblierung zeigt, dass hier keine Schreibtischjobs erledigt werden. In jeder Box steht ein Zahnarztstuhl samt Zubehör. Was fehlt, sind jene Accessoires, mit denen Praxisbetreiber ihren Patienten gern etwas Ablenkung verschaffen: farbenprächtige Landschaftsmalerei, Uhren mit hypnotisch schwingendem Pendel, grinsende Zahnputzhelden in Comic- oder Puppengestalt als Mutmacher für die Kleinen.

Wer auf solches Dekor verzichten kann, der ist im Carolinum gut aufgehoben. Nicht mit Maximalkomfort wirbt das Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde am Frankfurter Universitätsklinikum, sondern mit anderen Vorzügen: fortschrittlichen Behandlungsmethoden, strenger Qualitätskontrolle und obendrein der Möglichkeit, Geld zu sparen.

Dass all das zusammengehen soll, ist erst einmal schwer zu glauben. Denn der Behandlungssaal, der „Pool“, wie er hier heißt, ist nichts anderes als ein riesiger Praktikumsraum. Studenten der Zahnmedizin im klinischen Teil der Ausbildung, also vom 7. Semester an, lernen hier ihr Handwerk unter realistischen Bedingungen. Sie behandeln Patienten, die sich damit einverstanden erklärt haben, dass ein Anfänger in ihrem Mund Löcher stopft, Zähne zieht oder eine Prothese anpasst.

Nicht vollkommen ahnungslos vor der ersten Tat


Der Gedanke lässt zunächst erschauern, doch Hans-Christoph Lauer versteht es, Skeptiker zu überzeugen. Zum einen seien die Studenten nicht vollkommen ahnungslos, wenn sie zum ersten Mal den Bohrer in die Hand nähmen, hebt der Direktor des Carolinums hervor.

Neugierig geworden? Hier geht's zum vollständigen Artikel.

Quelle: FAZ.net

Foto: © Shutterstock.com
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