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Wissenschaft und Forschung 21.02.2011

Kräftiger Biss der Vorfahren

Kräftiger Biss der Vorfahren

Neue Studienergebnisse zeigen, dass die Kaukraft der ersten Menschen kräftiger als der von bestimmten Affenarten war.

Die ersten Vergleiche dieser Art des Forscherteams um Dr. Stephen Wroe vom Institut für biologische Erd- und Umweltforschung der Universität New South Wales in Sydney förderte diese überraschenden Ergebnisse zutage. Die ersten Menschen brauchten nicht notwendigerweise Fleisch oder härtere Nahrungsmittel kochen, haben aber die Fähigkeit verloren, Lebensmittel wie Knollen ungekocht zu kauen. Die australischen Forscher/-innen fanden heraus, dass der menschliche Schädel beim Kauen effizienter als jener vom Schimpansen, Gorilla und Orang-Utan arbeitet. Auch die Kiefer der Australopithecus africanus und Paranthropus boisei, zwei prähistorischen Mitgliedern der Menschenfamilie, haben keinen kräftigeren Biss. Die Studienergebnisse würden laut einer Meldung der Universität New South Wales die Inkonsistenz des recht dicken Zahnschmelzes des modernen Menschen erklären – ein Merkmal von Arten mit einer hohen Kaukraft. Dicker Schmelz und lange menschliche Zahnwurzeln sind gut geeignet, um eine starke Kaubelastung auszuhalten.

Das Forscherteam um Dr. Wroe nutzte eine dreidimensionale Finite-Element-Methode, um digitale Modelle von Schädeln, die mithilfe der Computertomografie gescannt wurden, zu vergleichen. Die australischen Wissenschafter/-innen veröffentlichten die Ergebnisse in der Juni-Ausgabe des Journals Proceedings of the Royal Society B.

Quelle: Journal Proceedings of the Royal Society B, Dental Tribune Schweiz

Foto: © Universität New South Wales
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