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Wissenschaft und Forschung 08.08.2019

Speichelmikrobiom: Mädchen erkranken häufiger an Karies

Speichelmikrobiom: Mädchen erkranken häufiger an Karies

Obwohl Männer das Thema Mundhygiene manchmal etwas nachlässiger angehen, sind Frauen anfälliger für Karies und Zahnfleischentzündungen.1,2 Forscher versuchten jetzt anhand des Speichelmikrobioms herauszufinden, ob es geschlechterspezifische Unterschiede bereits im Kindesalter gibt und ob die biochemische Zusammensetzung des Speichels Einfluss auf die Kariesanfälligkeit bei Mädchen und Jungen hat.

Die Studie, deren Ergebnisse kürzlich auf der 97. Generalversammlung der IADR vorgestellt wurden, untersuchte geschlechterspezifische Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen hinsichtlich des Speichelprofils und der damit einhergehenden Kariesanfälligkeit.

Die Studienautoren analysierten dafür die Speichelproben von 85 Kindern, davon 41 Jungen und 44 Mädchen im Alter von zwei bis 14 Jahren. Der Vergleich des Speichelmikrobioms ergab, dass die für Karies verantwortlichen Bakterien wie bspw. Atopobium, Aggregatibacter und Streptococcus, Actinobaculum, Veillonella parvula und Lactococcus lactis bei Mädchen viel häufiger nachgewiesen werden konnten als bei den männlichen Probanden.

Literatur

1 University of Oregon, John R. Lukacs, Professor der Anthropologie, College of Arts and Sciences, 17.10.2008, DOI: https://doi.org/10.14219/jada.archive.2009.0010

2 Shaffer JR, Wang X, McNeil DW, Weyant RJ, Crout R, Marazita ML. Genetic Susceptibility to Dental Caries Differs between the Sexes: A Family-Based Study. Caries Res 2015;49:133-140.

 

 

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