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Wissenschaft und Forschung 27.02.2019

Studie untersucht Zusammenhang von Bruxismus und Torus

Studie untersucht Zusammenhang von Bruxismus und Torus

Tori sind harmlose Wucherungen in der Mundhöhle. Ihre Ursachen sind bisher weitestgehend ungeklärt. Wissenschaftler sind in einer Metaanalyse der Frage nachgegangen, ob es eine Verbindung zu Bruxismus gibt.

Bekannte Formen der oralen Wülste sind der Torus palatinus, der auf dem harten Gaumen auftritt, sowie Torus mandibularis, der sich auf der lingualen Seite des Unterkiefers befindet. Letztgenannter kann ein- oder beidseitig auftreten und ist symptomlos. Wissenschaftler nehmen an, dass die Entwicklung der knotigen Verwölbungen zu einem Teil genetisch veranlagt, aber vor allen Dingen durch äußere Faktoren, wie Essgewohnheiten oder Bruxismus, begünstigt wird.

Um hierfür weitere Belege zu finden, hat ein internationales Team brasilianischer, italienischer und kanadischer Forscher Datenbanken nach Arbeiten, in denen Bruxismus und Torus zusammen auftraten, untersucht. Von 575 ermittelten Studien wurden fünf in der Metaanalyse berücksichtigt.

Sie kamen zu dem Schluss, dass der durch das „Zähnepressen“ entstehende Okklusionsstress mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für Tori in Verbindung steht. Hauptsächlich stellten sie das Vorhandensein von Torus mandibularis fest. Ob allerdings Bruxismus Wucherungen begünstigt oder umgekehrt, bleibt ungeklärt. Insgesamt stufen sie ihre Belege als „gering“ ein und betonen, dass weitere Untersuchungen diesbezüglich vonnöten seien.

Die Studie ist im Journal Clinical Oral Investigations erschienen.

Foto: Andrey Popov – stock.adobe.com

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