Branchenmeldungen 16.10.2008

Kennziffern sollen Arzneimittel in Europa sicherer machen

Kennziffern sollen Arzneimittel in Europa sicherer machen

Foto: © Shutterstock.com

Um die legalen Vertriebswege gegen Fälschungen zu sichern, will der Europäische Pharmaindustrieverband (EFPIA) nach und nach alle in Europa gehandelten verschreibungspflichtigen Arzneimittel einheitlich codieren.

Die Anzahl der sichergestellten Fälschungen habe sich innerhalb von nur zwei Jahren vervielfacht. Ein Großteil der Plagiate werde illegal im Internet vertrieben. Im rechtmäßigen Handel tauchten Falschpräparate bisher nur selten auf. "Doch auch diese Gefahr dürfte wachsen", warnt Michael Dammann vom Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA). "Das Geschäft ist einfach zu lukrativ geworden."

Eine europaweit einheitliche Kennzeichnung von Arzneimitteln soll den Handel mit gefälschten Medikamenten eindämmen. Beim Verkauf in der Apotheke würden die Angaben auf der Packung dann gescannt und mit einer Datenbank abgeglichen.

Im nächsten Jahr will der EFPIA ein entsprechendes System in Deutschland testen. Verläuft der Test erfolgreich, soll ein Plan zur Umsetzung der Arzneimittelkennzeichnung in den einzelnen EU-Ländern erarbeitet werden.

Quelle: ck/pm, zm-online, 16.10.2008
Bildquelle: ABDA


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