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Branchenmeldungen 21.02.2011

Mediziner stellen häufiger die richtige Diagnose als vor 20 Jahren

Mediziner stellen häufiger die richtige Diagnose als vor 20 Jahren

Die Anzahl der zutreffenden Diagnosen von Ärzten ist innerhalb von 20 Jahren deutlich gestiegen. Das bedeutet, dass aufgrund der korrekten Ermittlung, woran ein Patient leidet, die richtige Behandlung erfolgen kann und damit die Wahrscheinlichkeit einer Heilung erhöht ist

Dass die Diagnosequalität gestiegen ist, zeigen laut dem Bundesverband Deutscher Pathologen die Obduktionsergebnisse des Krankenhauses Görlitz. Dort werden mehr als 95 Prozent der Verstorbenen obduziert und damit die tatsächliche Todesursache festgestellt und mit der Diagnose verglichen. Diese Ergebnisse aus den Jahren 2005 und 2007 sind mit jenen aus dem Jahr 1987 verglichen worden.

Damals hatte die volle Übereinstimmung zwischen der klinischen Diagnose und dem Obduktionsbefund bei 41 Prozent gelegen. In 37 Prozent der Fälle hatte sich die Feststellung der Erkrankung sogar als eine komplette Fehleinschätzung entpuppt. 20 Jahre später hat die volle Übereinstimmung bei den Todesursachen 60 bis 62 Prozent betragen. Im Jahr 2007 ist der Anteil der Fehleinschätzungen erstmals auf 18 Prozent gesunken.

So begrüßenswert die Steigerung der Diagnosesicherheit auch ist, so lässt sich das Görlitzer Ergebnis nicht auf alle anderen Krankenhäuser übertragen. Laut Professor Werner Schlake, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Pathologen, hat sich die Qualität nur dort verbessert, wo viel obduziert wird. Seiner Meinung nach müsse der Autopsiereport Gegenstand der gesetzlichen Qualitätsberichterstattung der Krankenhäuser werden. Damit würde die Qualität der Häuser besser vergleichbar werden. Patienten, die für ihre Behandlung zwischen mehreren Kliniken entscheiden können, rät er, in die Einrichtung zu gehen, wo viel obduziert wird.

Quelle: Yahoo News

Foto: © Shutterstock.com
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