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Branchenmeldungen 21.02.2011

Vorsicht in sozialen Online-Netzwerken

Vorsicht in sozialen Online-Netzwerken

Viele Mediziner nutzen soziale Netzwerke zur privaten Kontaktpflege. Dies kann jedoch zu einem Problem für die Beziehung zu ihren Patienten werden, wenn nicht sehr genau auf die Wahrung der Privatsphäre geachtet wird. Davor warnen nun französische Wissenschaftler im "Journal of Medical Ethics". Für ihre Studie haben die Experten die Online-Aktivitäten von 405 Ärzten analysiert. 73 Prozent der Mediziner haben über ein Profil bei Facebook verfügt, der Großteil schon seit mehr als einem Jahr.

Etwa die Hälfte der Studienteilnehmer ist davon überzeugt gewesen, dass sich das Arzt-Patienten-Verhältnis ändern würde, falls die Erkrankten die Online-Profile entdecken würden. Dass dies leicht geschehen kann, verdeutlicht die Studie ebenfalls: Nahezu alle Ärzte haben in ihren Facebook-Profilen so viele Informationen für jedermann sichtbar von sich preisgegeben, dass sie leicht zu identifizieren gewesen sind, haben die Wissenschaftler belegt. Ein Foto von sich haben 91 Prozent der Mediziner gezeigt, die über ein Facebook-Profil verfügen.

Sechs Prozent der Studienteilnehmer haben zudem angegeben, bereits von Patienten bei dem sozialen Netzwerk Freundschaftsanfragen erhalten zu haben. Die Forscher gehen davon aus, dass solche Anfragen in Zukunft noch häufiger bei Ärzten mit Facebook-Profilen eintreffen werden, weil die Zahl der Nutzer des Netzwerks ständig steigt. Grundsätzlich ablehnen würden ihrer Aussage zufolge 85 Prozent der Studienteilnehmer Freundschaftsanfragen von Patienten. Im Einzelfall darüber nachdenken, die Anfrage zu akzeptieren, würden 15 Prozent der befragten Mediziner. Ein Argument gegen eine Ablehnung ist, dass die Ärzte befürchten, die Patienten könnten sich sonst verletzt fühlen, was die Beziehung schädigen könnte.

Quelle: Yahoo News

Foto: © Shutterstock.com
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