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Branchenmeldungen 21.02.2011

Welt.de berichtet: So schlampig ging die größte BKK mit Daten um

Welt.de berichtet: So schlampig ging die größte BKK mit Daten um

Bei der BKK Gesundheitskasse konnten Telefonisten einer Fremdfirma Daten der Versicherten einsehen – bis zu medizinischen Diagnosen. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz zeigt sich fassungslos: Ein solch schlampiger Umgang mit Informationen sei ihm noch nicht untergekommen.

Die BKK Gesundheit wollte alles richtig machen. Die größte deutsche Betriebskrankenkasse gehört zu den ersten Kassen, die von ihren Versicherten einen Zusatzbeitrag verlangen, sie hat sich deshalb auf Nachfragen vorbereitet. Um viele Telefonanrufe bewältigen zu können, beauftragte die Kasse eine Servicefirma. Diese sollte dafür sorgen, dass die Versicherten mit freundlichen Telefonisten sprechen. Die BKK-Versicherten sollten sich gut betreut fühlen.

Nun ist das Gegenteil der Fall: Die BKK Gesundheit sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, schlampig mit den Daten ihrer Versicherten umgegangen zu sein. Die angeheuerten Servicekräfte konnten bei ihrer Arbeit Daten einsehen, die sie gar nicht hätten sehen dürfen, darunter auch medizinische Diagnosen.

Zu diesem Schluss kommen Recherchen des ARD-Fernsehmagazins „Kontraste“. Die Sprecherin der BKK Gesundheit, Ramona Wislaug, bestätigte dies: „Die Mitarbeiter des Serviceunternehmens konnten auch medizinische Diagnosen einsehen“, sagte Wislaug zu WELT ONLINE. Es sei ein Fehler gewesen, die Versicherten dafür nicht um Zustimmung gebeten zu haben. Das Sozialgesetzbuch schreibt dies jedoch vor. Der Zugriff durch die Servicefirma sei nun gesperrt, sagte Wislaug.

Lesen Sie den vollständigen Artikel hier:

http://www.welt.de/wirtschaft/article6358823/So-schlampig-ging-die-groesste-BKK-mit-Daten-um.html

Quelle: Welt.de, 12.02.2010

Foto: © Shutterstock.com

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