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Businessnews 11.06.2018

Lesereport 2018: Digitales Lesen hängt Print ab

Lesereport 2018: Digitales Lesen hängt Print ab

Für 97 Prozent der Deutschen hat digitales Lesen ihr Leben verbessert. Hauptgründe sind der Zugang zu abwechslungsreicheren Inhalten sowie der angenehmere Transport, da keine schweren Magazine herumgeschleppt werden müssen. Als drittes Argument wurde genannt, dass man viel Neues lerne. Auch Print-Liebhaber gaben an, aufgrund der digitalen Möglichkeiten mehr Magazine zu lesen als früher, da man von einigen Titeln nicht die gesamte Ausgabe benötige, sondern lediglich einzelne Artikel. Das ist eines der Ergebnisse des Digitalen Lesereports 2018 von Readly, der Magazin-Flatrate.

Wunsch nach Qualitätsjournalismus

Bei der Auswertung der Studie wurde eine Tendenz erkennbar: die Menschen scheinen genug von Fake News zu haben und wünschen Qualitätsjournalismus. So ist für den Großteil der Befragten weniger die Entspannung beim Lesen ausschlaggebend für die Nutzung digitaler Magazin-Angebote (71 Prozent) als der Wunsch, informiert zu sein (90 Prozent). Readly bat im Rahmen des Umfrage-Teils auch um eine subjektive Zuordnung zu verschiedenen Lesetypen. Eine Mehrheit von 85 Prozent der Leser sieht sich als fachspezifischer Konsument, sprich, er liest alles, was seine persönlichen Interessen betrifft, z. B. Fitness oder Reisen. Zu den News-Junkies, also jenen, die immer über Neuigkeiten und Trends auf dem Laufenden sein möchten, zählten sich nur 34 Prozent (Mehrfachantworten waren möglich).

Magazine (still und heimlich) in der Mittagspause

Wer digital liest, tut das vor allem im Urlaub oder unterwegs in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Während nur zehn Prozent gedruckte Zeitschriften in die Bahn mitnehmen, greifen 44 Prozent auf digitale Magazine zurück. Rund ein Drittel der Befragten gab außerdem an, auch in der Mittagspause gern Zeitschriften auf dem Tablet oder Smartphone zu lesen. Wer zu Hause digitale Angebote nutzt, tut das am liebst auf dem Sofa oder im Bett. Weit abgeschlagen hinter Print ist digitales Lesen allerdings beim Friseur. Während 31 Prozent der Umfrage-Teilnehmer im Salon in Print-Ausgaben stöbern, nehmen nur zwei Prozent ihr Device in die Hand.

Fast acht Stunden jeden Monat digitale Zeitschriften

Die durchschnittliche Lesezeit in digitalen Lese-Angeboten wie Readly beträgt ca. 21 Minuten am Stück. Monatlich werden nahezu acht Stunden lang Magazine konsumiert. Am beliebtesten sind inTouch und closer vor der Computer Bild. Die meiste Zeit wird in der Bastei Rate-Max und der Neuen Welt Rätsel verbracht, wo Kreuzworträtsel direkt in der App gelöst werden können.

Die 3 kuriosesten Fakten

Einige Ergebnisse aus Deutschland regen zu Interpretationen an:

  • Alles, was zu Women’s Interest und Celebrity & Entertainment gehört, sind die mit Abstand beliebtesten Magazine. Selbst bei den männlichen Nutzern landet die inTouch in der Top 10.
  • Deutschland ist das Land, in dem im weltweiten Vergleich am wenigsten Apple Devices für Magazin-Apps verwendet werden. Nur 61 Prozent nutzen iOS – gegenüber 79 Prozent in Schweden oder 72 Prozent in UK.
  • In Apps wie Readly lassen sich Favoriten „hinterlegen“. Interessanterweise sind die von den Frauen am stärksten favorisierten Titel eathealthy, EatSmarter! oder Laura WOHNEN Kreativ. Von diesen Zeitschriften findet sich allerdings keine einzige in der Top 10 der tatsächlich gelesenen Magazine, wo die weiblichen Nutzer am liebsten auf inTouch, closer und Die Aktuelle zurückgreifen. 

Quelle: Readly App

Foto: Farknot Architect – Shutterstock.com
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